​​Jerome Boateng präsentierte sich jüngst beim Trainingsauftakt der Münchner mit frisch blondierter Mähne. Dass dem Innenverteidiger nicht nur in Sachen Frisur der Sinn nach Veränderung steht und er vielmehr bereits seit geraumer Zeit seinen Abgang vom ​FC Bayern München plant, ist längst kein Geheimnis mehr. Mittlerweile sollen die Klub-Bosse eine Ablösesumme für den Ex-Nationalspieler festgelegt haben.


Wie wenig Verwendung die Münchner scheinbar mittlerweile für den einstigen Führungsspieler haben, demonstrierte vor kurzem ​Klub-Boss Karl Heinz-Rummenigge. Als sich der 63-Jährige auf einer Pressekonferenz zu der aktuellen Kaderzusammenstellung des Rekordmeisters äußerte und dabei in höchsten Tönen von den Neuverpflichtungen Benjamin Pavard und vor allem ​Lucas Hernandez sprach, klammerte der erfahrene Funktionär das einstige Aushängeschild Boateng in der Auflistung der Bayern-Defensive bewusst aus.

Lucas Hernandez,Karl-Heinz Rummenigge

Voller Stolz präsentierte Rummenigge den neuen Hoffnungsträger Hernandez


"Der Trainer plant primär mit Niklas, Lucas und Benjamin", so Rummenigge. Ein Boateng-Abgang noch in diesem Sommer sei hingegen zwar noch "nicht klar", allzu große Steine werden die Münchner dem wechselwilligen Spieler aber aller Voraussicht nach nicht in den Weg legen. Wenn man einem Bericht der Sport BILD Glauben schenken kann, handelt es sich vielmehr trotz des noch immer klangvollen Namens des Weltmeisters von 2014 vielmehr um Kieselsteinchen. 


So sollen sich die Bayern-Bosse insgeheim auf eine Schmerzgrenze in der Causa Boateng festgelegt und die Ablöseforderung für den 30-Jährigen auf 15 Millionen Euro geeinigt haben. Wenn man sich vor Augen führt, dass die Münchner allein für Lucas Hernandez 80 Millionen Euro auf den Tisch gelegt haben, kommt diese Forderung doch sehr moderat daher. Würde Boateng einen raschen Wechsel nicht derart begrüßen, würde er diese Summe wohl fast schon als Beleidigung auffassen, ließ er doch noch vor wenigen Monaten mit der Kampfansage aufhorchen, dass er noch immer zu den besten Innenverteidigern der Welt gehöre.

Jerome Boateng

Jerome Boateng will bei einem neuen Klub wieder voll durchstarten


Diese Eigenwerbung erwies sich bislang aber zum Leidwesen aller handelnden Personen als wenig wirksam und so flatterten für den gebürtigen Berlinern bislang noch keine ernsthaften Angebote ins Haus. Nun, da eine vermeintliche Größenordnung publik gemacht wurde, könnte sich dies aber eventuell rasch ändern. Auf Boateng-Berater Christian Nerlinger dürften daher arbeitsintensive Tage und Wochen zukommen.