In der aktuellen Transferphase hat ​Borussia Dortmund schon viel Geld in bekannte Namen investiert, das Ziel für die kommende Saison sei die Meisterschaft. Für diese Neuzugänge bekommt der Verein viel Lob ausgesprochen. Doch Bayern-Präsident Uli Hoeneß mahnte bereits, die Entwicklung abzuwarten - BVB-Berater Matthias Sammer stimmt ihm zu.


Mit Julian Brandt, Thorgan Hazard, Nico Schulz und Mats Hummels haben die Dortmunder bereits vier namhafte Bundesliga- und Nationalspieler verpflichtet und damit bereits über 100 Millionen Euro an Ablösesummen ausgegeben - nicht zu vergessen, dass diese Spieler auch nicht schlecht verdienen werden. Ein klares Zeichen an den ​FC Bayern, denn: Der BVB will in der kommenden Saison wieder um die Meisterschaft mitspielen.


Die Schwarz-Gelben bekommen sowohl für ihre großen Transfers, als auch für ihre offensiven Aussagen und die Zielsetzung momentan viel Lob. Wenig überraschend wollte sich Uli Hoeneß, FCB-Präsident, nicht darin einreihen. Er sieht zwar die Namen, doch verweist er darauf, dass sich das auch auf dem Platz bemerkbar machen muss. „Der BVB hat viele Spieler gekauft. Ob er sich verstärkt hat, sehen wir im Laufe der Saison", sagte er vorherige Woche bei der Filmpremie von Toni Kroos. 

Hans-Joachim Watzke,Matthias Sammer

Sammer agiert als externer Berater für den BVB - hier neben Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke


Für diese Aussage bzw. auch den Gedanken dahinter bekommt er nun die volle Zustimmung von Dortmund-Berater Matthias Sammer: „Ich bin bei Uli Hoeneß, der gesagt hat: Alles, was der BVB gemacht hat, muss sich ja erst mal beweisen. Wer das sagt, der weiß, wie Fußball funktioniert. Es ist die Wahrheit", wird Sammer von der Welt zitiert. Auch er weist darauf hin, dass die Namen das eine sind - doch am Ende sei es wichtig, dass die Leistung stimmt. „Wenn alles, was jetzt schön ausschaut, was gut bewertet wird – wenn das nicht funktioniert, sind die, die das nach oben geschossen haben, die Ersten, die persönlich beleidigt sind", stellt er klar und verweist noch auf das hochgesteckte Ziel der Meisterschaft: „Nicht die Öffentlichkeit macht dich zum Meister, sondern die Leistung."


Des Weiteren sei es völlig "abenteuerlich", was aktuell häufig zu den noch ausbleibenden Transfers der Bayern gesagt wird. „Manchmal war der Verein etwas früher dran, manchmal hat er gewartet. Der Markt ist überhitzt. Man muss im Leben auch warten können. Ich glaube, dass sie warten", so Sammer. 


Bis zum 2. September hat auch der deutsche Rekordmeister noch Zeit, sich zu verstärken - denn erst dann schließt das Transferfenster. Doch während die Bayern nicht nur in der Öffentlichkeit, ​sondern auch intern von eigenen Spielern, unter Druck stehen, noch weitere Neuzugänge zu präsentieren, kann sich Dortmund zunächst abwartend zurücklehnen.