Max Kruse hat sich nach langem Überlegen am Saisonende gegen einen Verbleib beim ​SV Werder Bremen und für einen ​Wechsel zu Fenerbahce Istanbul entschieden. Für diese Entscheidung wurde Kruse mitunter scharf kritisiert. Im kicker legte der Stürmer nun seine Beweggründe dar.


Finanzielle Bereicherung? Verpokert? Max Kruse wurde für sein Wechselhickhack im Sommer und seine finale Entscheidung pro Fenerbahce Istanbul kritisiert. Im Interview mit dem kicker (das gesamte Interview erscheint am Montag) erläuterte Kruse nun seine Entscheidung ​für einen Wechsel in die Türkei.


Kruse, wie gewohnt sehr direkt in seiner Kommunikation, stellte vorerst klar: "Was viele Leute denken, ist mir relativ egal." Der 32-Jährige habe sich weder verzockt, noch vom Geld leiten lassen: "Ich hätte durchaus die Möglichkeit gehabt, mich für ein Team zu entscheiden, das kommende Saison europäisch spielt. Für mich muss aber mehr stimmen als nur die Gegenwart. Ich habe mir viel Zeit gelassen und auf mein Gefühl gehört. Und ich bin mir sicher, mit Fenerbahce noch einige internationale Spiele bestreiten zu dürfen in den nächsten Jahren."


Angesprochen auf die oben erwähnte Geldgier antwortete Kruse: "Wirtschaftliche Dinge spielen bei jedem Menschen eine Rolle", sagt er. "Aber wenn es nur darum gegangen wäre, dann wäre ich jetzt im Reich der Mitte. Bremen zu verlassen, war keine Entscheidung gegen Werder, sondern eine Entscheidung für mich selbst. Ich möchte einfach meinen Horizont erweitern und versuchen, mich in einem anderen Land zu beweisen - wie ich es in den letzten 13 Jahren in Deutschland geschafft habe."