Niklas Moisander kämpft in der anstehenden Vorbereitung möglicherweise nicht nur darum, seinen Stammplatz beim ​SV Werder Bremen zu behalten, sondern auch um einen neuen Vertrag. Laut ​kicker endet das Arbeitspapier des finnischen Innenverteidigers bereits 2020, eine leistungsbezogene Option auf eine Verlängerung bestehe nicht. Er selbst zeigte sich in einer Medienrunde am Freitag allerdings gelassen.

Bislang wurde stets über einen bis 2021 gültigen Vertrag berichtet. Die Informationen des kicker erhöhen die Brisanz bei der Frage um Moisanders Zukunft, sofern sie sich bewahrheiten sollten, denn: Obwohl der Routinier im September seinen 34. Geburtstag feiert, gehört er noch immer zu den Leistungsträgern in der Defensive von Trainer Florian Kohfeldt. In der abgelaufenen Saison stand Moisander in all seinen 30 Bundesligaspielen in der Startelf, viel je zwei Mal aufgrund einer Sperre und muskulären Problemen aus.

​Neben ihm fechten Sebastian Langkamp und Milos Veljkovic um den zweiten Platz in der Innenverteidigung. Auch Marco Friedl kann diese Position bekleiden, ist aber weiterhin hauptsächlich als Konkurrent von Linksverteidiger Ludwig Augustinsson eingeplant. Handlungsdruck bezogen auf mögliche Neuzugänge sieht Sportchef Frank Baumann trotz der Verletzten (derzeit Langkamp und Veljkovic) nicht, doch in den kommenden Wochen und Monaten wird auch er sich mit der Zukunft von Abwehrchef Moisander beschäftigen müssen.

Niklas Moisander

   Noch immer eine Bank im Abwehrblock: Niklas Moisander.


Dieser zeigte sich am Freitag, wie für Finnen so üblich, bezogen auf seine persönliche Situation gelassen: "Ich bin ganz ruhig und habe in dieser Sache keinen Stress. Wir werden sehen, was passiert." Vor drei Jahren wechselte er von Sampdoria Genua an die Weser, hat insgesamt 93 Pflichtspiele für Werder auf dem Konto. "Ich fühle mich in Bremen mit meiner Familie sehr wohl. Und Werder ist sehr wichtig für mich", sagte Moisander, der unter Umständen aber noch einmal eine neue Herausforderung annehmen wird - sofern die Bremer nicht über die Saison hinaus mit ihm planen sollten, denn: "Mit Fußball aufhören will ich 2020 sicher noch nicht." 


Doch dass Werder auch ältere Spieler nicht vom Hof jagt - besonders dann, wenn die sportliche Leistung ebenso wie die Identifikation mit dem Verein stimmt - bewiesen die Verantwortlichen mit der erneuten Vertragsverlängerung von Oldie Claudio Pizarro im Mai dieses Jahres.