Der SV Werder Bremen startete in dieser Woche in die Saisonvorbereitung. Das Trainingslager im Zillertal steht an und die Mannschaft erhält zum ersten Mal die Chance, wieder in den Rhythmus zu kommen. Doch nur ein echter Neuzugang wird dabei bereits auf dem Platz stehen, denn vor allem das Geld reichte bisher nicht für noch mehr Transfers. Laut den Verantwortlichen wird es auch so schnell keine weiteren geben.


​Zehn Millionen Euro hat der ​SV Werder Bremen in diesem Transfersommer bereits investiert. Das klingt erst einmal nach einer ordentlichen Summe, mit der man sich gleich mehrfach verstärkt hat. Doch die Wahrheit ist eine andere, denn mit Marco Friedl stand bereits ein verpflichteter Profi zuvor leihweise unter Vertrag und Königstransfer Niclas Füllkrug kostete ganze 6,5 Millionen Euro. Da man selbst keine Transfereinnahmen generieren konnte, ist die aktuelle Situation recht überschaubar.

Niclas Fuellkrug

Niclas Füllkrug ist bisher der einzige echte Neuzugang für die Profis



Die Aussicht auf weitere Neuzugänge ist dementsprechend klein, wie Frank Baumann nun in der Medienrunde für das anstehen Trainingslager verkündet. "Die Chancen liegen eher bei 10 als bei 90 Prozent", so Baumann sinngemäß laut MeinWerder. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, denn finanziell ist Werder einfach nicht so gut aufgestellt. Doch auch auf die Qualität der Spieler achtet man sehr.


Denn man will in jedem Fall vermeiden, viel Geld für die falschen Kandidaten auszugeben, nur um einen weiteren Transfer zu verkünden. "Wir versuchen natürlich, so schnell wie möglich Neuzugänge zu präsentieren, aber wir müssen Geduld haben und werden nicht die Nerven verlieren. Wir werden nur das machen, von dem wir wirklich überzeugt sind." Auch lässt sich Baumann von der fortschreitenden Zeit nicht aus dem Konzept bringen.


Wunschkandidaten werden weiter verfolgt


"Am Ende ist die Qualität des Spielers entscheidend und wie er in die Mannschaft hineinpasst - und nicht, ob er zwei, drei Tage früher kommt.“ Damit sendete er also ein deutliches Signal, viel darf man von den Bremern in Sachen Transfers vorerst nicht erwarten. Die Hoffnung ist eher, dass man noch irgendwie einen der Wunschkandidaten an die Weser locken kann, doch dazu braucht es auch eine Menge Glück.


"Wir haben klare Wunschkandidaten für uns im Blick und die versuchen wir zu bekommen. Und wenn wir sie bekommen, dann werden wir besser werden“, so auch Florian Kohfeldt im Weserkurier. Noch lässt man sich in Bremen also Zeit und geht die weiteren Geschäfte mit Ruhe an. Doch sollte es wirklich noch zu einer weiteren Verstärkung in diesem Sommer kommen, müsste der SVW auch irgendwann ernst machen.