​Ab diesem Sommer gehören zwei weitere vielversprechende Talente dem Bremer Kader an. David Philipp und Ilia Gruev konnten sich nach vielen Jahren hervorragender Entwicklung beim ​SV Werder Bremen empfehlen. Der Verein stattete sie mit einem Profi-Vertrag aus, doch die Zukunft bleibt weiter ungeklärt. Denn auch wenn der SVW über ein Leihgeschäft der beiden nachdenkt, könnten Philipp und Gruev Werder jetzt schon helfen.


Die Talentschmiede des SVW hat sich in den letzten Jahren schon über die Grenzen von Deutschland hinaus einen großen Namen gemacht. Nicht viele Vereine schaffen solch eine gute Grundlage für die Nachwuchsspieler wie der Nordklub, viele heutige Stars entwickelten sich einst bei Werders Jugend. Spieler wie die Eggestein-Brüder zeigen, welch enorme Qualität sich in Bremen tummelt.


Doch es gab für viele Youngster auch immer wieder Rückschläge, die meisten Nachwuchsstars verpassen bei Werder nämlich den Sprung zu den Profis. Oft führen Leihen dazu, dass sich die werdenden Profis bei anderen Vereinen weiterentwickeln können, doch eine Rückkehr gibt es nur in seltenen Fällen. Nun stehen wieder zwei Top-Talente parat, bei denen Bremen in jedem Fall solche Fehler vermeiden will.

Johannes Eggestein,Maximilian Eggestein

Maximilian und Johannes Eggestein zeigten, wie man den Sprung zu den Profis schafft 



Die Rede ist von David Philipp und Ilia Gruev. Beide sind 19 Jahre alt und liefen in der letzten Saison für die U19-Auswahl der Grün-Weißen auf. Die Zahlen der beiden Mittelfeld-Stars sind dabei schon jetzt herausragend. Vor allem Werders großes Offensiv-Talent Philipp ist in den Medien bisher noch nicht wirklich in Erscheinung getreten, doch nach einer famosen Saison stellte er erneut sein enormes Potential unter Beweis.


Nach 26 Spielen in der Liga kommt der Allrounder auf sagenhafte 20 Tore und 20 Vorlagen. Damit gehört er im Jugend-Bereich zu einem der besten Scorer überhaupt. Zusammen mit dem defensiveren Gruev, der allerdings auch auf sieben Torbeteiligungen kommt, bildete er eine bärenstarke Achse, die viele Qualitäten mitbringt. Zudem besitzen beide schon jetzt über Führungsqualitäten, allen voran der Bulgare hatte über die gesamte Saison das Kapitänsamt inne.


Welche Lösung ist für die Talente optimal?


Mit den beiden Nachwuchshoffnungen hat der SVW also zwei ganz starke Personalien in Aussicht. Doch nun stellt sich die Frage, wie man mit Philipp und Gruev am besten plant. Natürlich wäre der nächste Schritt bei einem Leihverein durchaus möglich, immerhin verfügen beide noch über keine Erfahrungen im Profi-Bereich. Da die zweite Mannschaft der Bremer nur in der Regionalliga aufläuft, suchte man für die Youngster in letzter Zeit oft andere Klubs in ​Liga Zwei und Drei.​


Doch wie sinnvoll wäre es, die beiden Talente nun an einen anderen Klub abzugeben? Man sollte schon eher versuchen, beide so gut es geht an das Erstliga-Niveau heranzuführen. Dass beide Spieler das Zeug dazu haben, ist unumstritten, Werder muss die Gelegenheit nur nutzen. Denn im Mittelfeld hat sich der Nordklub in diesem Sommer noch gar nicht verstärkt, vor allem die Sechser-Position ist weiterhin eine Problemzone.

Ilia Gruev,Tobias Raschl

Könnte Gruev die Werder-Profis Bargfrede und Sahin entlasten?



Gruev und Philipp sind wie gemacht dafür, immer mal wieder im Profi-Kader bereit zu stehen oder sogar erste ​Bundesliga-Minuten zu sammeln. Auch das Training mit der ersten Mannschaft hilft den jungen Wilden enorm weiter. Stars wie Claudio Pizarro oder Nuri Sahin stehen mit Rat immer zur Seite. Auch ist es wichtig, die Akteure in der Werder-Familie zu lassen, um auch in den nächsten Jahren eher mit ihnen planen zu können.


Vielleicht muss der SVW also etwas riskieren und mit Gruev und Philipp als Ergänzungsspieler in die Saison gehen. Der Bremer Kader ist definitiv nicht so dicht besetzt, dass für beide kein Platz vorhanden wäre. Auch ist eine Leihe ebenso nicht wirklich erfolgsversprechend, Werders Top-Talente könnten schon jetzt für Höheres geschaffen sein. Es wird also noch spannend bleiben, wie Bremen und die Youngster planen. Doch vielleicht sieht man beim SVW ja in der nächsten Saison ein paar neue Gesichter, die Bundesliga-Luft schnuppern dürfen.