Die besten Spieler findet man regelmäßig bei der direkten Konkurrenz, weshalb sich Bayern München vor allem in der Vergangenheit immer wieder beim gefährlichsten Gegner bediente. Aktuell bemüht sich der Rekordmeister eifrig um Neuzugänge, die Suche verläuft jedoch alles andere als erfolgreich. Für die Defensive könnte ein Spieler Abhilfe schaffen, der kürzlich bei der U21-Europameisterschaft auf sich aufmerksam machen konnte: Lukas Klostermann.


Angeblich waren die Bayern bereits vor einem Jahr am flexiblen Abwehrspieler von RB Leipzig interessiert. Das Gerüchte wurde vom italienischen Sender Sport Mediaset gestreut, der Wahrheitsgehalt dürfte jedoch kaum existent gewesen sein. Sinnvoll wäre eine Verpflichtung des 23-Jährigen, der noch bis 2021 in Leipzig unter Vertrag steht, aber allemal.

Lukas Klostermann

       Die Lösung für den defensiven Part der Kaderplanung des FC Bayern heißt Lukas Klostermann.  

 
​Zum einen würde man - wie zu alten Zeiten - einen direkten Konkurrenten schwächen. Unter Ralf Rangnick wurde RB in der Bundesliga souveräner Tabellendritter, zog zudem ins DFB-Pokalfinale ein. Nun übernimmt Julian Nagelsmann das Zepter und soll die Mannschaft weiterentwickeln. Der 31-Jährige feierte in der Saison 2017/18 mit 1899 Hoffenheim den Einzug in die Champions League, weiß zudem, wie man den FC Bayern ärgert und blieb in drei von sechs direkten Duellen ungeschlagen. Unter seiner Leitung wird RB den nächsten Schritt machen, um sich endgültig in der Spitzengruppe der Bundesliga zu etablieren - die Verpflichtung von Spielern wie Klostermann oder dem seit Monaten gehandelten Timo Werner würden diese Entwicklung verlangsamen.


Flexibilität als Trumpf


Für Klostermann spricht vor allem seine Vielseitigkeit. Hauptsächlich ist er als Rechtsverteidiger eingeplant, jedoch kann er auch auf der linken Abwehrseite und in der Innenverteidigung eingesetzt werden - ob sich die Abwehr in einer Dreier- oder Viererkette formiert, spielt keine Rolle. Solch ein Allrounder würde den Münchnern, die derzeit noch nach einem Verteidiger fahnden, guttun. 


Gleichzeitig wäre auch die Suche nach einem weiteren Mittelfeldspieler obsolet. Wie schon bei den Gerüchten um eine ​Verpflichtung von Joao Cancelo diskutiert wurde, könnte dann Joshua Kimmich wieder auf seine ursprüngliche Position zurückkehren. Demzufolge würden sich Klostermann und Benjamin Pavard einen Zweikampf um den Rechtsverteidiger-Posten liefern, wobei der deutsche Nationalspieler aufgrund seiner enormen Qualitäten in der Offensive und seiner Schelligkeit wohl die Nase vorn hätte.

Niko Kovac

Einen Spieler mit den Qualitäten eines Lukas Klostermann würde Niko Kovac begrüßen.


Somit könnte Niko Kovac endgültig zur Dreierkette, die er bei Eintracht Frankfurt bevorzugte, zurückkehren - oder aber er bleibt bei der bisherigen Viererkette. So oder so hätte der 47-Jährige vor jedem Spieltag die Qual der Wahl, solange niemand verletzt ausfallen würde. Einzig David Alaba wäre auf dem Linksverteidiger-Posten gesetzt, doch im Zentrum sowie auf der rechten Abwehrseite wären verschiedene Konstellationen denkbar. 


Allerdings soll sich derzeit besonders ​Atlético Madrid mit Klostermann befassen, auch bei Arsenal London soll er auf dem Zettel stehen. Doch ob er RB Leipzig überhaupt verlässt, scheint nach der Rückkehr in die Champions League und der Verpflichtung von Nagelsmann fraglich. Ein Versuch wäre es in jedem Fall wert!