​Nach zwölf Jahren haben sich die Wege von Franck Ribéry und des ​FC Bayern München vorerst getrennt. Seit Anfang der Woche ist der 36-jährige Publikumsliebling offiziell vereinslos. Seinen Herzensklub hat der Routinier natürlich nicht aus den Augen verloren. In Sachen Neuzugänge sieht der Franzose noch dringend Handlungsbedarf.


"Ich beobachte genau, was bei Bayern passiert", erklärte Ribéry im Interview mit der Sport Bild. "Es gab viele Abgänge, die der Verein kompensieren muss. Sie wollen offensichtlich noch einige Spieler holen." 


Bayern brauche "Qualität", betonte der 36-Jährige. "Sie müssen investieren, nachrüsten!" Als größte Kaderbaustelle hat der Routinier die offensiven Außenbahnen ausgemacht. "Bayern braucht ​mehr Flügelspieler", so Ribéry.

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Bestritt 425 Pflichtspiele für den FC Bayern: Franck Ribéry



Mit Serge Gnabry und Kingsley Coman verfüge der deutsche Rekordmeister zwar über gute Spieler, "aber konstant eine Saison auf Top-Niveau zu spielen ist eine neue Herausforderung - zumal beide immer auch mal Probleme mit Verletzungen hatten", sagte der Publikumsliebling. ​Leroy Sané, an dem der FC Bayern seit geraumer Zeit Interesse zeigt, sei ein Spieler, der seinem Ex-Verein weiterhelfen könne. "Er hat Top-Fähigkeiten, kann auf der rechten und linken Seite spielen", lobte der Rechtsfuß, der sich im Interview auch zu seiner eigenen Zukunft äußerte. 


"Ich fühle mich wirklich sehr gut", erklärte Ribéry, der offenbar noch keinen Gedanken an das Karriereende verschwendet. Eine Entscheidung, für welchen Klub der Franzose in der nächsten Saison auflaufen wird, sei noch nicht gefallen. "Es gibt viele gute Angebote aus Europa, aber ich muss auch auf die Familie, meine Kinder gucken", gab der 36-Jährige zu Protokoll und ergänzte: "Innerhalb der nächsten zwei Wochen hätte ich gerne Klarheit."