Nach dem geplatzten Sponsoren-Deal zwischen Bayern München und BMW muss der Automobil-Hersteller offenbar mit einem Nachspiel rechnen. Wie die tz berichtet, fordert der Rekordmeister nachträgliche Zahlungen.


Es wäre der größte Sponsoring-Vertrag in der Geschichte des deutschen Fußballs geworden, hätten sich beide Parteien auf eine gemeinsame Zusammenarbeit einigen können. Wie Anfang März berichtet wurde, ​sollte BMW den bisherigen Partner Audi als exklusiven Auto-Sponsor der Bayern ab 2025 ablösen. Im Zuge dessen hätte der Klub Medienberichten zufolge innerhalb der Vertragslaufzeit von zehn Jahren 800 Millionen Euro kassiert. 

​Im Mai erklärte der Automobil-Hersteller aus München gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass die Gespräche beendet worden seien. Der FC Bayern wiederum betonte, man habe die Verhandlungen aufgrund der nicht vorhandenen "Vertrauensbasis" abgebrochen.

Uli Hoeness

Vor drei Monaten bestätigte Uli Hoeneß die Verhandlungen mit BMW. Zustande kam der Deal allerdings nicht.


Nun muss BMW offenbar mit einem Nachspiel rechnen. Mittlerweile habe Audi, das mit Anteilen in Höhe von 8,33 Prozent an der FC Bayern München AG beteiligt ist, sein Angebot aufgestockt, liege damit jedoch noch immer unter dem gebotenen Paket von Konkurrent BMW. Dieser wiederum soll einen Vorvertrag mit dem FC Bayern unterzeichnet haben, in dem bereits die Sponsoring-Summe festgelegt worden sei. Daher fordere der Rekordmeister nun "einen Teil der Differenzsumme" von BMW ein.


​BILD-Informationen zufolge sollen tatsächlich einige Abteilungen beim FC Bayern bereits konkrete Geldsummen aus dem gescheiterten Deal mit BMW in Aussicht gestellt bekommen haben. Wie hoch die angeblich geforderte Summe ausfällt, wurde allerdings nicht genannt.