​​Borussia Dortmund konnte in diesem Transfersommer den Kader bereits mit einigen namhaften Neuzugängen verstärken. Der erneute Angriff auf den Serienmeister ​FC Bayern München hat nach Ansicht der Borussen nun jedoch den ersten leichten Dämpfer erlitten. So fühlen sich die Schwarz-Gelben von dem von der DFL ​unlängst verkündeten Spielplan für die kommende Saison ungerecht behandelt.


Anlass der Kritik der Dortmunder ist dabei die Tatsache, dass der BVB im Anschluss an seine sechs Gruppenspiele der Champions League am darauffolgenden Bundesligaspieltag jeweils in der Fremde auftreten muss. Da die Bayern hingegen nach ihren internationalen Auftritten stets in der heimischen Allianz Arena spielen dürfen, hat ​BVB-Sportdirektor Michael Zorc einen klaren Wettbewerbsnachteil für seine Mannschaft ausgemacht.

Lucien Favre

Auch Cheftrainer Lucien Favre dürfte der neue Spielplan nicht wirklich schmecken


"Jedes Mal nach einem kräftezehrenden Champions-League-Spiel - ob nun daheim oder noch extremer auswärts - in der Bundesliga auswärts antreten zu müssen, das ist absolut suboptimal. Das weiß jeder, der sich mit der Thematik Belastungssteuerung auskennt", so der sichtlich erboste Funktionär gegenüber dem kicker. Mit ihrem Frust dürften die Dortmunder aber nicht alleine dastehen, schließlich ereilte den weiteren Königsklassen-Teilnehmer ​RB Leipzig das selbe Schicksal. Bayer 04 Leverkusen hingegen, dürfte halbwegs zufrieden sein, halten sich bei der Werkself nach ihren Partien in der Champions League Heim- und Auswärtsspiele doch genau die Waage.


Auf Nachfrage des SID beteuerten die verantwortlichen Spieltagsplaner des DFL bereits, dass sie bei dem komplizierter Aufgabe einer für alle Beteiligten möglichst zufriedenstellenden Terminierung ihr Bestmögliches getan hatten: "Die DFL hat sich dabei auch im Fall von Borussia Dortmund bemüht, den vorab bei der DFL hinterlegten Wünschen des Klubs bestmöglich zu entsprechen."

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Die Heimfans des BVB schauen nach den CL-Gruppenspielen in die Röhre


Darüberhinaus unterstrichen die DFL-Sprecher, dass man bei den zeitgenauen Ansetzungen selbstverständlich berücksichtigen werde, "dem BVB wie allen international agierenden Bundesliga-Teams notwendige Regenerationspausen zwischen den Begegnungen zu ermöglichen."


Realistische Chancen auf eine Abänderung der Heim-und Gastrechte gibt es freilich nicht. Die Borussen sollten daher rasch dazu übergehen, die bittere Pille zu schlucken und sich auf diejenigen Dinge zu konzentrieren, die in ihren eigenen Händen liegen. Der Unmut auch der BVB-Anhänger sollte dabei bei einem Blick auf die Spieltagsansetzungen in der Vor-Saison ohnehin rasch verfliegen. Damals hatte schließlich der Erzrivale aus München den schwarzen Peter gezogen und musste nach den Gruppenspielen satte fünf Mal auswärts ran, die Dortmunder hingegen hatten fünf Mal Heimrecht.