Weil der ​spanische Mittelfeldspieler Rodrigo wohl von Atletico Madrid zu ​Manchester City wechseln wird, schaut sich der ​FC Bayern München nach Alternativen im defensiven Mittelfeld um. Bei Atleticos Ligarivalen Espanyol Barcelona ist der deutsche Rekordmeister wohl fündig geworden. Marc Roca könnte bald an die Isar wechseln.


"Wenn Sie wüssten, wenn wir schon alles haben." Diese Worte werden dem FC Bayern inzwischen immer mehr zum Verhängnis, denn mit jedem Tag, den der Rekordmeister nicht langsam einen Spieler präsentiert, der den gehobenen Ansprüchen der Münchner genügt, macht man sich im Süden Deutschlands ein Stück angreifbarer. Klingt hart, ist nach solch vollmundigen Ansagen aber leider so. Und nachdem man nun auch bei Rodrigo allem Anschein nach leer ausgehen wird, ist das Ansehen nicht gerade besser geworden.


Auf der anderen Seite wächst auch immer weiter der Ärger und die Ungeduld in den eigenen Reihen bei den Anhängern, die Hasan Salihamidzic inzwischen mehr und mehr die Kompetenz absprechen. Daher ist es allmählich von Nöten, einen Neuzugang zu präsentieren. Und dieser könnte alsbald eingetütet sein. Denn wie spanische Medien berichten, soll der FC Bayern ein neues Transferziel ins Auge gefasst haben. Der Plan B sozusagen für Rodrigo, der sich wohl für die festgeschriebene Ablösesumme von 70 Millionen Euro Manchester City anschließen wird.


Für den Rekordmeister aber könnte es sogar Glück im Unglück bedeuten, denn die Alternative Marc Roca ist deutlich günstiger. Der 22-jährige Mittelfeldspieler ist bei Espanyol Barcelona unter Vertrag und am gestrigen Donnerstag mit der spanischen U21 ins Finale der Europameisterschaft in Italien und San Marino eingezogen. Er gilt als technische versiert und hoch veranlagt. Und mit einem Fixpreis von 40 Millionen Euro bei einem Marktwert von 30 Millionen schon für bayrische Verhältnisse ein echtes Schnäppchen.


Allerdings ist fraglich, ob Roca sich einen solchen Wechsel vorstellen kann. Denn gegenüber einem Radiosender erklärte der Kreativkopf kürzlich: "Ich bin sehr glücklich in Barcelona, ich muss in dem Moment leben. Iich bin sehr ruhig in der Nationalmannschaft und wenn ich mit meiner Mannschaft zurückkomme, werde ich auch sehr ruhig sein."


Das klingt in jedem Fall wenig nach einem aufgeregten wechselfreudigen Spieler, der sich in diesem Sommer nach einer erfolgreichen U21-EM und einer starken Saison bei Espanyol (40 Pflichtspiele) einen Tapetenwechsel vorstellen kann. Doch was diese Lippenbekenntnisse wert sind, hat man schon häufig gesehen. Man wird wohl mindestens bis nach dem Wochenende warten müssen, bis das Finale gespielt ist. Dann könnte sich Roca auch zum Interesse aus München äußern.