​Luca Waldschmidt ist der Shootingstar der diesjährigen U21-Europameisterschaft. Der 23-Jährige ist mit sieben Toren in vier Spielen maßgeblich am ​Finaleinzug der deutschen Jungspunde beteiligt. Waldschmidt stellt sich momentan ins Transfer-Schaufenster, doch wie die Bild berichtet, möchte der ​SC Freiburg den Stürmer weiter im Breisgau halten.


Man muss sich wirklich fragen, ob Luca Waldschmidt vergangenen Sommer nicht in einen Kessel mit Zaubertrank gefallen ist. Damals belächelte man den SC Freiburg, der den Spieler für satte fünf Millionen Euro vom HSV loseiste, denn Waldschmidt galt als ewiges Talent, als Chancentod und rausgeschmissenes Geld.


Doch Waldschmidt schlug ein - und wie! Der Wirbelwind kam in der Saison 2018/19 auf starke 30 Bundesligaspiele, traf dabei neunmal ins Tor und bereitete vier weitere Treffer vor. Für einen Spieler, der in mehreren Profijahren zuvor insgesamt nur 50 Bundesligaspiele und magere sechs Torbeteiligungen aufweisen durfte, war die vergangene Saison der Durchbruch im Profigeschäft.

Luca Waldschmidt

In Freiburg und der Bundesliga angekommen: Luca Waldschmidt (Nummer 11)



Die EM-Leistungen bestätigen die steigenden Leistungen des 23-Jährigen. Der SC Freiburg darf sich freuen, denn der Marktwert des Stürmers befindet sich ebenso auf einen Höhenflug. Doch andererseits entstehen in Freiburg erste Sorgenfalten. Kann man Waldschmidt halten?


Wenn es nach SC-Sportvorstand Jochen Saier geht, wird Waldschmidt bleiben. "Natürlich spielt Luca in unseren Planungen für die kommende Saison eine zentrale Rolle. Inhaltlich ist es für beide Seiten richtig, den gemeinsamen Weg fortzusetzen, um die gute Entwicklung weiter voranzutreiben", wird der 41-Jährige von der Bild zitiert.


Man hoffe in Freiburg, dass Waldschmidt auch in der kommenden Saison im Trikot des Sportclubs die guten Leistungen bestätigen kann. Gute Argumente hat Freiburg mit Sicherheit. Der Verein ist bekannt für eine ruhige, familiäre Atmosphäre und gehört mit zu den besten Jugendschmieden Deutschlands. Flattert jedoch ein unmoralisch hohes Angebot für Waldschmidt in den Freiburger Briefkasten, wird man auch dort überlegen müssen, ob man vom eigenen Standpunkt nicht abweichen muss.