​Der ​FC Bayern München hat bei seiner angedachten Transferoffensive offenbar den nächsten Rückschlag erlitten. Einem Bericht der BILD zufolge, bissen die Kaderplaner des Rekordmeisters beim ​FC Chelsea mit einem neuen Angebot für deren Offensivspieler Callum Hudson-Odoi erneut auf Granit. Anstatt in der Bundesliga anzuheuern, steht der Flügelflitzer nun offenbar vor einer Vertragsverlängerung bei den Blues.


Dass die Münchner mehr als nur ein Auge auf den 18-jährigen Linksaußen geworfen haben, ist bereits seit Monaten allgemein bekannt. Auch der Youngster selbst versuchte bereits im Januar einen Wechsel an die Säbener Straße zu forcieren. Obwohl der junge Brite bei seinem damaligen Cheftrainer Maurizio Sarri einen schweren Stand hatte, legten die Verantwortlichen des englischen Hauptstadtklubs jedoch ein Veto ein und vertagten alle weiteren Verhandlungen auf diesen Sommer.

Hasan Salihamidzic

Hasan Salihamidzic stößt in London auf harte Verhandlungspartner



​Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic sah nun allem Anschein nach die Zeit gekommen, einen erneuten Vorstoß zu wagen. Dem Boulevardblatt zufolge trifft er bei Hudson-Odoi dabei weiterhin auf Gegenliebe und konnte den zweifachen englischen Nationalspieler davon überzeugen, dass ein Transfer zum frischgebackenen deutschen Meister seiner Entwicklung sehr zuträglich wäre. Wie bereits in der letzten Transferperiode auch, sollen die Chelsea-Bosse aber erneut die großen Spielverderber sein.


Selbst das neuerliche Angebot, das in einer Größenordnung von rund 25 Millionen Euro anzusiedeln ist, konnte das Herz der Blues nicht erweichen. Dabei scheint es für die Londoner offenbar auch keine große Rolle zu spielen, dass Hudson-Odoi aufgrund der Folgen eines Achillessehnenrisses die ersten Monate der kommenden Spielzeit verpassen wird. Um die Briten aus der Reserve zu locken, müssten die Münchner also allem Anschein ihren Geldbeutel deutlich großzügiger schröpfen.

Frank Lampard

Welche Rolle spielt schlussendlich Frank Lampard in der Causa Hudson-Odoi?



Doch selbst bei einem verbesserten Angebot hätten die Bayern wohl keine allzu gute Chancen. Nach der Trennung von Maurizio Sarri ​gilt Chelsea-Legende Frank Lampard derzeit als potenzieller Nachfolger des italienischen Fußballlehrers. Im Gegensatz zu seinem 60-jährigen Trainerkollegen outete sich der ehemalige englische Nationalspieler bereits als großer Fan des Offensivspielers und dürfte alles daransetzen, das hoch veranlagte Talent zu halten.


Wie der Telegraph in Erfahrung gebracht haben will, planen die Blues daher ​den im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag ihres Eigengewächs vorzeitig zu verlängern. Mit einem neuen Fünfjahresvertrag ausgestattet, würden die Chancen des sprintstarken Angreifers auf deutlich mehr Einsätze als zuvor mit Sicherheit wachsen. Auch für Chelsea könnte der Deal von entscheidender Bedeutung sein, wurde der Spitzenklub doch von der UEFA mit einer einjährigen Transfersperre bestraft - daher kann man sich in der Offensive nicht anderweitig verstärken.