​​Eintracht Frankfurt hat den zweiten Neuzugang an der Angel. Wie ​Sportvorstand Fredi Bobic verlauten ließ, wechselt Djibril Sow zum Europa-League-Halbfinalisten. Der zentrale Mittelfeldspieler soll am heutigen Donnerstag oder Freitag seinen Vertrag unterschreiben. Der 22-Jährige kommt von den Young Boys Bern und geht als teuerster Neuzugang in die Vereinsgeschichte ein.


"Djibril ist auf dem Markt heiß begehrt gewesen. Wir sind froh, dass wir so einen Spieler bekommen. Der Junge hat eine super Entwicklung genommen und unheimlich viel Potenzial", erklärte Bobic im Interview mit dem kicker. Dem Fachmagazin zufolge werden für den 22-Jährigen rund neun Millionen Euro Ablöse fällig. Durch Bonuszahlungen kann sich diese Summe noch weiter erhöhen. 


Sow darf sich Rekordneuzugang der Eintracht nennen und löst damit Sebastien Haller ab, der im Sommer 2017 vom FC Utrecht für rund sieben Millionen Euro Ablöse verpflichtet wurde. "Fußballerisch bringt er sehr viel mit, das Gesamtpaket ist unheimlich gut", schwärmte Bobic, der in einem Bereich noch Steigerungspotenzial sieht. "Djibril ist kein Spieler, bei dem du das Gefühl hast, dass er fünf bis zehn Tore schießt, aber das musst du auch nicht verlangen", führte der Ex-Profi weiter aus. 

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Djibril Sow (l.) im Zweikampf mit Marcus Rashford (Manchester United)



In Frankfurt trifft Sow auf einen alten Bekannten. Cheftrainer Adi Hütter trainierte den Youngster bereits in der Saison 2017/18 in Bern. In der vergangenen Saison bestritt der Schweizer Nationalspieler 39 Pflichtspiele, in denen er an neun Treffern (drei Tore/sechs Vorlagen) direkt beteiligt war. Der Neuzugang stand bereits zwei Jahre lang bei ​Borussia Mönchengladbach (2015 - 2017) unter Vertrag, wo ihm der Durchbruch allerdings verwehrt blieb. 


Trotz der Verpflichtung von Sow sieht Bobic im Mittelfeld weiterhin Handlungsbedarf. "Wir werden im Mittelfeld auf jeden Fall noch etwas tun und zusehen, dass wir eine gute Mischung bekommen, die uns auch qualitativ nach vorne bringt", so der Sportvorstand. Als potenzieller Kandidat wird ​Leverkusens Dominik Kohr gehandelt.