Das Transferfenster hat noch nicht mal offiziell geöffnet, und dennoch sind die Transferplanungen beim ​FC Bayern München bereits in vollem Gange. Doch momentan sind mehr Abgänge als Neuzugänge zu verzeichnen, sodass der Münchner Kader, Stand jetzt, extrem ausgedünnt ist. Deshalb fordert Trainer Niko Kovac Verstärkungen. Im Fokus steht neben Leroy Sané und Timo Werner auch ein Kandidat aus der Eredivisie.


Dem FC Bayern gehen die Spieler aus. Neben den fixen Abgängen von Arjen Robben, Franck Ribery, Rafinha, James Rodriguez und Mats Hummels werden auch Jerome Boateng und Mittelfeldmann Renato Sanches weiter mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Bisher stehen mit Jann-Fiete Arp, Lucas Hernandez und Benjamin Pavard lediglich drei Neuzugänge auf der Fußmatte an der Säbener Straße. Der FCB braucht Verstärkungen.


Dies erkennt auch Trainer Kovac. "Vier Spieler brauchen wir noch", wird der Kroate vom kicker zitiert, denn "mit 17 Profis kommen wir nicht weit". Kovac fordert also von der Führungsetage ein paar neue und frische Spieler, doch so richtig konkret scheint es gerade nirgends zu sein.

Timo Werner

Timo Werner ist wohl erst ab 2020 in München anzutreffen



Die Bemühungen um Timo Werner etwa sind weiter abgekühlt. Laut kicker-Informationen ist ein Wechsel zu den Bayern in diesem Sommer mehr als unwahrscheinlich, man peilt einen ablösefreien Deal im nächsten Sommer an, wenn der Vertrag des deutschen Nationalspielers mit RB Leipzig ausläuft.


Auch die beiden Langzeitkandidaten für die Außenbahnen beim FC Bayern - Leroy Sané (ManCity) und Callum Hudson-Odoi (Chelsea) - werden wohl nicht kommen. Laut des kicker reize Sané ein Engagement bei den Bayern nicht, während Hudson-Odoi weiter an seinem Achillessehnenriss laboriert und der FC Chelsea den Jungspund sowieso nicht gehen lassen möchte.


Die Gerüchte um Barcelonas Ousmane Dembele versanden auch. Der 22-Jährige gestalte sich wohl als zu teuer, zudem würde Ex-Klub Dortmund enorm von einem Weiterverkauft Dembeles profitieren.


Stattdessen schauen sich die Bayern momentan lieber eine Klasse niedriger um. Aus der niederländischen Eredivisie soll laut kicker der Flügelstürmer Steven Bergwijn den Bayern ins Auge gefallen. Der 21-Jährige steht zurzeit bei Topklub PSV Eindhoven unter Vertrag und konnte letzte Saison mit 14 Toren und zwölf Vorlagen in 23 Spielen überzeugen. Der Spieler ist bei Eindhoven noch bis 2022 gebunden, wenn die Bayern es ernst meinen, scheint ein Deal jedoch machbar zu sein.

Steven Bergwijn

Ein Mann für den FCB? Steven Bergwijn von PSV Eindhoven



Auch das Gerücht um Innenverteidiger Ozan Kabak, derzeit noch beim VfB Stuttgart angestellt, scheint sich zu konkretisieren. Wie der kicker berichtet, soll der Innenverteidiger den Engpass in der Verteidigung perspektivisch füllen, gerade wenn Jerome Boateng noch wechseln sollte. Der Türke wäre für 15 Millionen Euro zu haben.


Nichtsdestotrotz, die Transferbemühungen des FCB wirken auf den Außenstehenden müde, träge und nicht gerade verheißungsvoll. Dem FC Bayern fehlt ein Knalleffekt, ein Antrieb, der die Planungen wieder auf Touren bringt. Zwar wagten sich die Münchner mit dem Hernandez-Transfer erstmals auf das große internationale Transfer-Parkett, doch man wartet weiter auf eine Bestätigung ihres Machtanspruchs. 


Während dem FCB also langsam die Puste ausgeht, lauert weiter im Norden der BVB, der bisher auf dem Transfermarkt alles richtig gemacht hat. Es könnte eine verlorene Transferperiode des großen Stern des Südens werden.