Zwischen dem ​FC Schalke 04 und ​Fortuna Düsseldorf läuft aktuell eine Posse der besonderen Art. Benito Raman, Spieler mit Vertrag bei Fortuna Düsseldorf, möchte unbedingt zum FC Schalke 04 wechseln. Während die Fortunen eine Einigung weit entfernt sehen, fordert der Spieler bereits einen Medizincheck beim "neuen" Klub.


Das Theater um Benito Raman geht in die nächste Runde. Während der 24-jährige Belgier inzwischen öffentlich bekundet, unbedingt zum FC Schalke zu wollen, ​wird von Düsseldorfer Seite fleißig dementiert und abgewunken. Raman verlieh seinen Worten noch Nachdruck, indem er auf die Tränendrüse drückte. "Dieser Wechsel würde meine Karriere komplett verändern. Ich kann für fünf Jahre unterschreiben und damit die Zukunft meiner Familie sichern", so der Flügelstürmer gegenüber der belgischen Zeitung Het Nieuwsblad.


Doch dabei allein blieb es nicht. So legte Raman noch nach: "Meine Entscheidung ist gefallen und ich möchte auf Schalke am Freitag meinen Medizincheck machen." 


Das größte Problem ist vor allem die Ablöse. Während Schalke dem Vernehmen nach nicht mehr als ca. 10 Millionen Euro bereit ist zu zahlen, fordert man am Rhein deutlich mehr. Das ist insofern verständlich, da Ramans Marktwert bei transfermarkt.de allein mit 12 Millionen beziffert ist und er zudem noch einen langfristigen Vertrag bis 2022 besitzt.

Völlig unverständlich dagegen ist, wie Raman selbst sich inzwischen positioniert und einen Wechsel regelrecht erzwingt, in dem er seinem aktuellen Arbeitgeber, wo er immerhin bis 2022 eigenmächtig unterschrieben hat und angestellt ist, die Pistole auf die Brust setzt. "Vor zwei Jahren haben sie mich für eine angemessene Ablöse bekommen und jetzt können sie mich mit einem Gewinn von 9 Millionen Euro verkaufen. Anfang dieses Jahres wollten sie meinen Vertrag nicht verlängern, obwohl ich mich immer richtig verhalten habe. Ich respektiere den Verein sehr, aber es ist Zeit, mich gehen zu lassen."


Tatsächlich spricht schon viel Undank aus den Worten den 24-Jährigen. Denn im Winter war auch noch keinesfalls klar, dass die Fortuna so sicher dem Klassenerhalt entgegen schippert und somit wäre eine Verlängerung mit höheren Bezügen sicher eine Frage des Geldes und der Liga gewesen. Nun aber solche Forderungen zu stellen, grenzt schon fast an Unverschämtheit. Sollte Fortuna hart bleiben, Schalke das Angebot nicht erhöhen und am Ende gar das Geschäft platzen, dürfte vor allem Raman eine Menge Kredit auf vielen Ebenen verspielt haben.

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