​​Mikel Merino konnte sich einst bei ​Borussia Dortmund überhaupt nicht durchsetzen und wurde als Transferflop abgestempelt und schnellstmöglich wieder abgegeben. Seit zwei Jahren zeigt die Formkurve des Mittelfeldspielers jedoch steil nach oben und soll nun sogar den großen ​FC Barcelona auf den Plan gerufen haben.


Als Merino im Sommer 2016 für schlappe 3,75 Millionen Euro ins Ruhgebiet gelotst worden war, ernteten die Verantwortlichen des BVB einige Schulterklopfer. Schließlich galt der heute 23-Jährige bereits damals als großes Talent und hatten sich die Borussen in der Vergangenheit bereits für so manchen Youngster als ideale Adresse herausgestellt. Aus der erhofften Liebe wurde aber schnell Frust und so wurde der Iberer nach nur einer Saison mit gerade einmal acht Ligaeinsätzen zunächst auf Leihbasis an Newcastle United abgegeben.

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Zum BVB konnte Mikel Merino nie eine echte Verbindung aufbauen


​Da der Youngster wie aus Zauberhand auf der Insel prompt wieder zurück in die Erfolgsspur fand und rasch zum Stammspieler wurde, entschlossen sich die Magpies im Januar 2018 dazu, den spielstarken Sechser für eine Ablösesumme von sieben Millionen Euro fest zu verpflichten. Tiefe Wurzeln schlug Merino aber auch bei seinem neuen Arbeitgeber nicht und wechselte im vergangenen Sommer schließlich ​zurück in seine spanische Heimat zum Erstligisten Real Sociedad.


Abgesehen von einer durch eine Leistenverletzung hervorgerufene Auszeit in der Hinrunde, wurde der Linksfuß auch bei seinem neuen Verein schnell zu einer festen Größe und ist aus dem Team von Trainer Imanol Alguacil längst kaum mehr wegzudenken. Die steile Entwicklung soll laut der spanischen Zeitung Sport mittlerweile sogar dazu geführt haben, dass Merino auf dem Radar des frisch gebackenen Meisters FC Barcelona gelandet ist.

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Erhält Barca-Coach Valverde durch eine Merino mehr taktischen Spielraum?


Besonders imponiert sollen die Kaderplaner der Katalanen dabei von der taktischen Flexibilität des Ex-Borussen sein, der für San Sebastian in der abgelaufenen Saison nicht nur im defensiven Mittelfeld, sondern auch in der Rolle des zentralen Spielgestalters mit deutlich mehr offensiven Impulsen glänzen konnten. Da der Vertrag des Spaniers aber noch bis zum Sommer 2023 läuft und eine angebliche Ausstiegsklausel in Höhe von stattlichen 45 Millionen Euro noch bis zum Sommer 2021 gezogen werden kann, erscheint ein Vorstoß aus Barcelona noch in diesem Sommer als äußerst unwahrscheinlich.


Weitaus realistischer ist hingegen, dass die Katalanen die Formkurve ihres potenziellen Tranferziels auch in den kommenden Monaten genau im Auge behalten. Mit Oriol Busquets hat der spanische Spitzenklub schließlich ohnehin auch einen weiteren Hoffnungsträger für ein ähnliches Aufgabengebiet bereits in den eigenen Reihen.