​Der ​FC Bayern München hat sich in der Vergangenheit bereits für so machen ambitionierten Jungprofi als zu hohe Hürde erwiesen. Auch Franck Evina wartet bislang vergeblich auf seinen Durchbruch beim Rekordmeister. Um weitere Spielpraxis zu sammeln, wird der 18-jährige Offensivspieler nun erneut verliehen. Ziel der Reise dieses Mal: Drittligist KFC Uerdingen 05.


Der gebürtige Kameruner wechselte bereits im Sommer 2015 an die Säbener Straße und konnte sich seitdem über mehrere Jugendmannschaften hinweg bis zur zweiten Mannschaft hocharbeiten. Als absehbar war, dass ihm der nächste Schritt bei den Münchnern vorerst verwehrt bleibt, entschloss man sich im Januar diesen Jahres gemeinschaftlich, den ehrgeizigen Angreifer ​an den Zweitligisten Holstein Kiel auszuleihen.

Franck Evina

Auch im Trikot der Störche konnte Evina nicht abheben



Bis zum Ende der Rückrunde brachte es der Linksaußen für die Störche dann immerhin auf neun Einsätze, einen wirklich bleibenden Eindruck konnte Evina dabei aber nicht wirklich hinterlassen. So war dem sprintstarken Offensivspieler keine einzige Torbeteiligung vergönnt und er wurde von seinem ​mittlerweile zum VfB Stuttgart gewechselten Cheftrainer Tim Walter zumeist nur für die Schlussphasen der einzelnen Partien auf den Platz geworfen.


Eine Ausweitung der Leihe oder gar ein Versuch, sich um einen festen Transfer zu bemühen, kam auf Seiten des Nordklubs daher gar nicht erst auf. Zum Glück für alle Beteiligten, wurde mit dem Drittligisten KFC Uerdingen 05 nun aber ein dankbarer Abnehmer für den Rohdiamanten gefunden. Evina heuert für die komplette kommende Saison auf Leihbasis bei den Uerdingern an und soll dabei endlich sein volles Potenzial entfalten.

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Heiko Vogel soll Evina zu neuen Höchstleistungen anstacheln



So manchem Bayern-Fan will sich dabei aber nicht so recht erschließen, wieso Evina nicht einfach wieder für die zweite Mannschaft der Münchner aktiv sein wird. Schließlich läuft der FC Bayern München II ab der kommenden Saison nach dem geglückten Aufstieg ebenfalls in der dritten Liga auf. Dem Vernehmen nach rührt der Wechsel zum Ligakonkurrenten aber daher, dass ab der kommenden Spielzeit bei den Münchnern mit Sebastian Hoeneß ein Mann das Ruder übernimmt, mit dem Evina bereits bei der U19 der Bayern nicht gut zurecht kam. Ohnehin gilt der Neffe von Klub-Präsident Uli Hoeneß als ​durchaus umstrittener Zeitgenosse.


Uerdingen-Coach Heiko Vogel, der übrigens ebenfalls eine Münchner Vergangenheit hat, wird hingegen ein sehr geschicktes Händchen im Umgang mit jungen Talenten nachgesagt. Bayern-Campus-Leiter Jochen Sauer ist sich daher laut einem offiziellen Statement des Rekordmeisters sicher, dass Evina "unter Trainer Heiko Vogel den nächsten Schritt machen kann". Darüberhinaus betonte der 46-Jährige, dass sich die Uerdinger sehr um den Bayern-Youngster bemüht hatten und sich auch der Spieler selbst für eine erneute Leihe ausgesprochen hatte.