In Zeiten der schier unendlichen Möglichkeiten tummeln sich natürlich auch viele Fußball-Profis in den sozialen Medien. Da für die meisten Profis momentan Urlaub angesagt ist, verbringen manche Stars vielleicht auch ein bisschen zu viel Zeit im Internet. Vor ein paar Tagen kam es nämlich zu einem kleinen Kniff zwischen Héctor Bellerín und dem englischen Zweitligisten West Bromwich Albion.


Angefangen hat alles ziemlich harmlos. Nach dem Saisonende kürte der ​FC Bayern München den von den Fans gewählten besten Spieler der Saison. Mit 27,6 Prozent setzte sich Serge Gnabry gegen die Verfolger Joshua Kimmich und Robert Lewandowski durch. Doch die verdiente Auszeichnung blieb nicht ohne Folgen, denn Gnabrys ehemaliger Teamkollege Héctor Bellerín nutzte den twitter-Post als Steilvorlage, um gegen Zweitligisten West Bromwich Albion auszuteilen.

Der ​Arsenal-Star beglückwünschte den 23-Jährigen und schrieb gleichzeitig über den Fehler des Ex-Klubs von Gnabry: "Allerdings nicht gut genug um für West Brom zu spielen. Glückwunsch, mein Bruder. Ich wusste immer, dass du der Beste bist." Der deutsche Nationalspieler bedankte sich prompt für das Lob, doch die Frage blieb, wieso der Spanier überhaupt gegen West Brom ausholte.


Das hat seinen Ursprung in der Saison 2015/2016 in der Gnabry für ein halbes Jahr von Arsenal zu West Bromwich ausgeliehen wurde. Dort wurde das Talent unter Trainer Tony Pulis kaum berücksichtig und kam nur in einem ​Premier-League-Spiel zum Einsatz. Pulis verbannte Gnabry damals sogar in die zweite Mannschaft, weil er in als nicht gut genug für die erste Liga hielt. 


Dies sollte sich nun rächen, denn spätestens seit seinem Wechsel zum ​SV Werder Bremen nur ein Jahr später ist er ein absoluter Star. Bellerín bemängelt also vor allem, dass der jetzige Zweitligist dem Youngster kaum eine Chance gab sich zu beweisen und jegliches Potential ungenutzt ließ. Die englischen Fans ließen sich das auf twitter allerdings nicht gefallen und so brach eine durchaus rege Diskussion aus.

Ein Nutzer schrieb, dass Bellerín übersehen hätte, wie wenig Chancen der heutige Nationalspieler auch bei Arsenal bekam. Der Top-Klub hatte zwar große Hoffnungen in den Youngster gesetzt, doch die nötige Zeit gaben sie Gnabry nie wirklich. Darauf wurde der spanische Verteidiger in aller Deutlichkeit aufmerksam gemacht, auch deuteten Anhänger darauf hin, dass vor allem die Klubs aus der ​Bundesliga sein Potential zu erkennen schienen.

​​Schlussendlich musste sich Bellerín nach einem etwas unüberlegten Kommentar viel Kritik anhören und bekam die Kraft der sozialen Medien deutlich zu spüren. Dass der nun 23-Jährige sowohl bei West Brom als auch bei Arsenal kaum glücklich wurde, ist relativ klar. Das nächste Mal kann es der Arsenal-Star ja bei einer Beglückwünschung belassen und nicht noch versuchen, sich dem Ärger von vielen Fans auszusetzen.

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