Die Transfer-Situation beim ​SV Werder Bremen ist durchaus kompliziert. Es gibt viele Teile im Kader, die man gerne noch verstärken würde. Doch den Grün-Weißen fehlt einfach das Geld, weswegen man sich nun einmal erst auf die zwei zentralen Wunschspieler konzentrieren möchte. Dabei dürfte eine Verpflichtung von Marko Grujić immer noch Priorität genießen.


Auf Werders Wunschliste stehen einige Spieler, gerne würde man noch mindestens drei oder vier Transfer vornehmen. Doch die Umsetzung dieser Pläne erweist sich als schwieriger als gedacht, denn zum einen stehen nach den Millionenausgaben für Niclas Füllkrug (6,5 Mio. Euro) und Marco Friedl (3,5 Mio. Euro) sowie dem ablösefreien Abgang von Kapitän Max Kruse kaum noch finanzielle Mittel zur Verfügung.


Zum anderen muss man sich in der Werder-Führung erst einmal klar werden, auf welcher Position die meiste Not herrscht. Wie der kicker nun berichtet, scheint das für Trainer Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann nun klar abgesteckt zu sein. Man möchte sich in jedem Fall erst einmal um einen zentralen Spieler kümmern. In Frage kommen da nur Michael Gregoritsch und Marko Grujić.


Doch auch hier haben sich Kohfeldt und Baumann auf einen Kandidaten geeinigt, den man gemeinsam priorisieren will. Denn die Beschreibung "ein Spieler, der aus einer tieferen Zone für Kreativität sorgen kann", passt nur zum letztgenannten Serben. Also würde die Verpflichtung des Österreichers Gregoritsch erst einmal in den Hintergrund rücken und erst später im Sommer wieder eine Option werden, wenn dann der finanzielle Rahmen stimmen würde.


Das Mittelfeld hat Priorität


Der Plan ist es nun erst mal, sich um den 23-Jährigen Grujić zu kümmern. Dabei kann man bei Werder nur an eine Leihe denken, ein fester Wechsel kommt nicht in Frage. Doch auch das Leihgeschäft mit seinem Stammverein ​FC Liverpool wäre durchaus kostspielig, mehrere Millionen Euro könnten als Aufwendung in Frage kommen. Doch Bremen buhlt nicht als einzige Mannschaft um den Mittelfeld-Akteur.


Auch ​Eintracht Frankfurt und sein Leih-Verein aus der vergangenen Saison ​Hertha BSC sind weiterhin an Grujić interessiert. Doch es bleibt auch die Frage bestehen, welche Rolle der Serbe im Mittelfeld der Werderaner einnehmen würde, denn mit Davy Klaassen, Maximilian Eggestein und Kevin Möhwald hat man bereits drei etatmäßige Achter im Kader. Denkbar wäre es allerdings, dass Kohfeldt auf einen defensiveren Part Eggesteins setzt.

Maximilian Eggestein

Eggestein beweist momentan bei der U21, dass er auch als Abräume vor der Abwehr funktioniert


Im favorisierten 4-3-3-System, könnte der U21-Nationalspieler ähnlich wie bei der Nachwuchs-Nationalmannschaft als Sechser vor der Abwehr agieren. Dort zeigte er bereits seine Qualitäten, doch sein offensives Spiel würde darunter natürlich leiden. Kohfeldt würde dieses Risiko allerdings eingehen und das zentrale Mittelfeld dann mit Klaassen und Grujić besetzen um für noch mehr Stabilität und Kontrolle zu Sorgen.


Doch bis all diese Pläne in Erfüllung gehen können, muss sich Werder überhaupt erst einmal die Dienste des Serben sichern. Immerhin könnte neben der finanziellen Situation auch die Konkurrenz einen Strich durch die Rechnung machen. Es bleibt also abzuwarten, welche Chancen Werder in dem Poker bleiben und ob man in diesem Sommer überhaupt noch zu einem Transfererfolg kommt. DieVerantwortlichen werden nichts unversucht lassen, um doch noch für eine echte Überraschung zu sorgen.