Am vierten Juli feiert Toni Kroos seine Premiere auf der Leinwand. Dann erscheint der gleichnamige Film 'KROOS' in den Kinos, in dem der zentrale Mittelfeldspieler seinen bisherigen Werdegang reflektiert. Dass er dabei durchaus kritisch auf die Zeit beim FC Bayern München zurückblickt, war bereits bekannt - nun veröffentlichte die tz neue Aussagen des Weltmeisters.


Mit 16 Jahren wechselte Toni Kroos von Hansa Rostock zum FC Bayern, im Januar 2009 wurde das Nachwuchstalent für anderthalb Jahre an Bayer Leverkusen verliehen. "Mir wurde ganz oft gesagt, wie toll ich bin und wie richtig ich alles mache. Ich habe aber nicht gespielt", beschwert sich Kroos in der Dokumentation über seine Anfangszeit im Profi-Kader der Münchner. Doch auch nach seiner Rückkehr war zunächst nicht alles rosig, wie sich nun herausstellt.


Kroos habe innerhalb des Vereins nie die nötige Wertschätzung gespürt. Dies verdeutlicht er mit dem Beispiel, eine Vertragsverlängerung nur wenige Minuten nach dem Setzen der Unterschrift wieder bereut zu haben: "Während der Unterschrift kam dann noch vom Karl-Heinz Rummenigge so eine Aussage. 'Boah, jetzt hast du aber einen tollen Vertrag', so dann nach dem Motto, dann muss man jetzt mal wieder ein bisschen besser spielen", erinnert sich der 29-Jährige, der offenbar nie von Leverkusen nach München zurückkehren wollte. 

Toni Kroos

205 Mal stand Toni Kroos für den FC Bayern auf dem Platz, doch richtig wohlgefühlt hat er sich beim Rekordmeister offenbar nie.


Laut Mutter Birgit sei ihm in München "alles zu schickimicki" gewesen, in Leverkusen hingegen war das Verhältnis mit den Mannschaftskollegen "wesentlich persönlicher. Die haben sich getroffen, die haben gemeinsam Grillabende veranstaltet. Die waren viel normaler im Umgang miteinander. Nicht wie in München."


Dennoch blieb Kroos bis 2014 beim Rekordmeister, ehe er nach der Weltmeisterschaft für gerade einmal 25 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte. "Ein Verein muss manchmal harte Entscheidungen treffen. Das war eine harte, vielleicht die falsche, keine Frage", wird Präsident Uli Hoeneß zitiert. Mittlerweile ist klar, dass diese Entscheidung vor allem für Toni Kroos die richtige war - ​andernfalls hätte er seinen Vertrag im Mai wohl kaum bis 2023 verlängert