In der abgelaufenen Saison war Kwasi Okyere Wriedt der Sieggarant für die zweite Mannschaft des ​FC Bayern und ein wichtiger Spieler für den Aufstieg in Liga 3. Nachdem es bereits Interesse aus England von Norwich und aus der Bundesliga von Hertha BSC gab, erklärte der Rekordmeister seinen Stürmer nun für "unverkäuflich" und will mit dem 24-Jährigen verlängern.


Wenn man einen Spieler in der abgelaufenen Saison in der Regionalliga Bayern hervorheben müsste, wäre Kwasi Okyere Wriedt wohl genau der Richtige. Mit 24 Treffern in 34 Spielen und acht Vorlagen hatte der Angreifer maßgeblichen Anteil am Aufstieg der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters in die Dritte Liga. Während der Stürmer in der Reserve immer mehr auf sich Aufmerksam macht, scheint ihm aber der Weg in die erste Mannschaft und damit in die Bundesliga weiter verwehrt. Zu gering seien die Möglichkeiten, hinter Robert Lewandowski nachhaltig Einsatzzeit zu sammeln.


Daher brachten sich in den vergangenen Tagen gleich zwei Vereine in Stellung, um für sich zu werben und den in Hamburg geborenen Stürmer zu sich zu locken. Zum einen der frischgebackene Premier-League-Aufsteiger Norwich City mit dem deutschen Trainer Daniel Farke, zum anderen Bundesligakonkurrent ​Hertha BSC. Beide Klubs hatten laut Sport Bild Interesse an einem Transfer angemeldet, wurden nun aber vom FC Bayern abgewiesen. Wriedt sei unverkäuflich, hieß es jüngst.


​Ein Grund dafür ist der Verkauf von Jeong Woo-yeong, der sich kürzlich dem SC Freiburg anschloss. Daher ist Wriedt fest als Spitze in der Dritten Liga für die Bayern eingeplant. Gleichzeitig soll auch der Vertrag des Ghanaers verlängert werden, denn das aktuelle Arbeitspapier läuft nur noch bis 2020. Allerdings dürfte hier die Frage sein, wie Wriedt selbst die Sache sieht und ob er tatsächlich verlängern möchte, ohne Aussicht auf Bundesliga. Denn diese sei immer noch sein Traum, wie er in einem Interview mit transfermarkt.de vor einem Jahr verriet.


Daher könnte es auch für die zweite Mannschaft des Rekordmeisters noch ein heißer Sommer werden, denn auch der neue Trainer Sebastian Hoeneß erklärte kürzlich, dass es noch Verstärkungen in der Offensive bedarf. Sollte Wriedt ein Angebot ausschlagen, könnte es zwar sein, dass er in der kommenden Saison in der Dritten Liga für die Bayern spielt, den Verein danach aber ablösefrei verlässt. Die Personalie bleibt in jedem Fall spannend, denn bei einem Angebot aus der Bundesliga ist es nur logisch, dass Wriedt schwach wird und dem Ruf folgen möchte.