Ozan Kabak wird den ​VfB Stuttgart nach nur einem halben Jahr bereits wieder verlassen. Das bestätigte Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat gegenüber Sky. Die große Frage wird nur sein, wer beim türkischen Innenverteidigertalent nun zugreift.


Die Wahrscheinlichkeit, dass Ozan Kabak nach dem Abstieg des VfB Stuttgart auch weiterhin bei den Schwaben spielen wird, war nicht sonderlich groß. Nun aber ist sie gen Null gesunken. Denn der Sportdirektor des VfB Sven Mislintat bestätigte gegenüber Sky auf Nachfrage, dass Kabak nicht bleiben wird. "Es gibt eine Ausstiegsklausel, die ist im Markt. Es wird einen Klub geben, der sie zieht."


Die Klausel beläuft sich dem Vernehmen nach auf 15 Millionen Euro. Damit hätten die Schwaben immerhin noch einen Gewinn von vier Millionen Euro generiert, denn elf Millionen bezahlte man erst Mitte Januar an Galatasaray Istanbul für die Dienste des 19-Jährigen. Nun ist ein Abschied nach nicht mal einem halben Jahr wohl beschlossene Sache. Die große Frage wird nur sein, wer bei dieser Ablösesumme für den in Ankara geborenen Abwehryoungster zuschlägt.


Nachdem bereits seit einigen Tagen der FC Bayern München als möglicher Abnehmer gilt, ist die Wahrscheinlichkeit definitiv gestiegen, seitdem bekannt ist, dass auch Mats Hummels den Rekordmeister zum zweiten Mal gen Dortmund verlassen wird. Es war bereits gemutmaßt worden, dass Kabak eventuell als Ersatzlösung von den Münchner betrachtet wird, nun ist das Szenario um einiges realer geworden. Doch aus Stuttgart heißt es in dieser Hinsicht noch, dass es bislang nichts Offizielles aus Bayern gibt. Kein Angebot, keine Anfrage.


Und daher scheint auch ein Wechsel ins Auslang alles andere als abwegig. Denn wie Sky ferner berichtet, soll halb Europa auf das Talent aufmerksam geworden sein. In der Pole Position sei demnach aktuell der AC Milan. Doch auch weitere Schwergewichte wie der FC Porto und die AS Monaco seien ebenfalls hinter dem Abwehrspieler her. Auch West Ham soll ein Angebot abgegeben haben. Die Monegassen sollen sogar bereit sein, 23 Millionen Euro zu zahlen. Inwiefern dies aber nur ein Gerücht ist, oder ob dieses Angebot trotz Klausel tatsächlich existiert, ist nicht überliefert.


Fest steht jedenfalls, dass Kabak heiß umworben ist und sich die Topadressen wohl aussuchen darf. Die Bayern wiederum müssen sich gewaltig sputen, wollen sie nicht ins Hintertreffen geraten. Denn beim Bezahlsender heißt es weiter, ​dass die Verhandlungen mit Milan bereits in einem fortgeschrittenen "Stadium seien".