Beim ​FC Bayern fliehen die Innenverteidiger. Nach der Rückkehr von Mats Hummels zum ​BVB scheint sich auch Jérôme Boateng weiter aktiv um einen Wechsel zu bemühen. Seine Berater sollen ihn nun beim SSC Neapel angeboten haben, wo Boateng auf seinen Ex-Coach Carlo Ancelotti treffen könnte.


"Ich würde ihm empfehlen, den Verein zu verlassen. Denn ich glaube, er braucht eine neue Herausforderung. Er wirkt wie ein Fremdkörper! Und ich würde ihm als Freund empfehlen, sich einen neuen Verein zu suchen." So direkt hatte sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß Ende Mai am Mikrofon des BR zur Situation um Jérôme Boateng geäußert. 


Wenig später legte er bei Sport1 nochmal nach, versuchte, seine Empfehlung zu erläutern: "Er ist kein Spieler für die Bank. Er ist kein Spieler, der das verträgt. Das hat man jetzt die letzten Wochen gesehen. Und dann ist es besser für ihn zu gehen."


Genau das scheint Boateng nun auch forcieren zu wollen. Schon in den letzten Wochen der Saison inklusive Rennen um die Meisterschaft und dem DFB-Pokalfinale spielte er unter Bayern-Coach Niko Kovac keine Rolle mehr, sondern saß teilnahmslos auf der Bank. 

Seine Berater sollen ihn laut der italienischen Corriere dello Sport beim Erstligisten SSC Neapel beworben haben. Boateng sei an diesem Wechsel interessiert, heißt es. 

Jerome Boateng

Boateng auf der Bank - auch im Pokalfinale gegen Leipzig



Dort könnte es dann zum Wiedersehen mit Carlo Ancelotti kommen, der in München von 2016 bis 2017 etwas mehr als ein Jahr lang Trainer war. Allerdings steht noch aus, ob der Coach und Neapel-Präsident Aurelio de Laurentiis überhaupt an diesem Transfer interessiert sind. 


Sollte der Wechsel nicht zustande kommen, gilt es als wahrscheinlich, dass Boateng sich weiter nach einem neuen Arbeitgeber umsehen wird. Der 30-jährige Innenverteidiger dürfte sicherlich noch ein paar gute Jahre vor sich haben und aufgrund der deutlichen Worte von Hoeneß und der sportlichen Situation unter Kovac wird er sich kaum mit einem Platz auf der Bank zufriedengeben.


Interessant ist noch, dass Hoeneß seine deutlichen Worte zu Boateng auch damit begründete, man habe ja neben Lucas Hernandez und Benjamin Pavard auch noch Niklas Süle und Mats Hummels. ​Doch Hummels ist nun wieder beim BVB, und auch Boatengs Abgang scheint nur noch zu dauern, bis man einen interessierten und passenden Verein gefunden hat. Auch wenn den Bayern ein allgemeines Interesse am begehrten Verteidiger-Youngster Matthijs de Ligt nachgesagt wird, ​seien die Chancen auf einen Transfer des Riesentalents doch eher gering