​So langsam kommt der internationale Transfermarkt richtig in Fahrt, doch auch in der ​Bundesliga tut sich einiges. Beim ​SV Werder Bremen ist in den letzten Wochen allerdings etwas Ruhe eingekehrt, ein paar Gerüchte gibt es an der Weser trotzdem. Denn Werder muss sich für die nächste Saison noch verstärken, ein paar Kandidaten stehen auch auf der Liste. So sieht der momentane Stand bei den möglichen Transfers in Bremen aus.


Michael Gregoritsch

Michael Gregoritsch

​Seit mehreren Wochen ​steht der Österreicher Michael Gregoritsch schon im Fokus des SVW. Doch zu einem ernsthaften Angebot kam es bisher noch nicht und das hat vor allem einen Grund. Denn nach den Verpflichtungen von Niclas Füllkrug und Marco Friedl, die sich auf insgesamt zehn Millionen Euro belaufen, hat man nicht genug Geld. Verkauft hat man bisher keinen einzigen Spieler, selbst Kapitän und Leistungsträger Max Kruse ging ablösefrei.


So ist das Transferbudget der Bremer also recht klein, doch man darf sich durchaus noch berechtigte Hoffnungen machen. Denn die Deichstube berichtet von einer etwas veränderten Situation. Demnach soll der ​FC Augsburg nun keine 14 bis 16 Millionen Euro mehr für seinen Stürmer fordern, sondern die Ablöse auf etwa neun Millionen heruntergeschraubt haben. Ein Wechsel aus finanzieller Sicht wird zumindest etwas realistischer.


Zudem zählt Gregoritsch bei den Fuggerstädter zu den Wechselkandidaten. Nach einer unterdurchschnittlichen Saison will der FCA nämlich einen Neunanfang wagen, dabei will man nur auf Spieler setzen, die sich auch in der nächsten Spielzeit zu 100 Prozent in Augsburg sehen. Dazu gehört der 25-Jährige trotz eines Vertrags bis 2022 anscheinend nicht mehr, mit seinem Transfererlös könnte man zudem einen Umbruch finanzieren.


Nach dem Abgang von Kruse ist klar, dass Werder sich also noch offensiv verstärken muss. Michael Gregoritsch wäre aufgrund seiner Qualitäten ein optimaler Ersatz, seine Variabilität macht ihn so wertvoll. Es bedarf allerdings noch einiges an Handlungsgeschick, damit Werder die Ablöse noch um einige Millionen drücken kann. Ansonsten müsste man die Wechselgedanken entweder verwerfen, oder Geld durch Verkäufe bereit stellen.


Milos Veljkovic

Florian Kohfeldt,Milos Veljkovic

​Werder betonte bereits kurz nach der Saison, dass man keinen Stammspieler verkaufen möchte, auch wenn dadurch nicht viel finanzieller Spielraum vorhanden wäre. Bei Milos Veljkovic könnte die Sache allerdings etwas anders aussehen. Auch wenn der 23-jährige Serbe in der abgelaufenen Saison immer wieder zur Startelf gehörte, ist er bei Bremen trotzdem ein Verkaufskandidat.


Denn der eigentlich so vielversprechende Innenverteidiger offenbarte in dieser Spielzeit immer wieder Schwächen, obwohl er als großes Talent viel Vertrauen genießt. Noch vor einem Jahr verlängerte man erst seinen Vertrag bis 2022, doch die hohen Erwartungen konnte er danach nicht mehr erfüllen. Seine Leistungen wurden schwankender und seinen Stammplatz verlor er immer wieder an seinen älteren Mitspieler Sebastian Langkamp.


Nun könnte Werder den Defensiv-Mann verkaufen, denn Interessenten schien es in letzter Zeit einige zu geben. Das Profil von Veljkovic ist immer noch mehr als vorteilhaft, der Serbe könnte Bremen mit einem Millionengewinn einen sehr viel größeren Spielraum verschaffen. Allerdings müsste man den Verteidiger auch ersetzen, doch auch hier hat sich Werder bereits nach einem möglichen Nachfolger umgeschaut.


Timo Baumgartl

Timo Baumgartl

​Als einen Kandidaten für die Abwehr scheint der SVW den ​Stuttgarter Timo Baumgartl ins Visier gefasst zu haben. Der 23-Jährige ist ähnlich talentiert wie Veljkovic, stieg nach einer für ihn persönlich schwachen Saison mit dem VfB ab. Wie der kicker allerdings berichtet, möchte der Verteidiger trotzdem auch weiterhin in der ersten Liga spielen. Sollte Werder also seinen Innenverteidiger Veljkovic verkaufen, wäre der Platz und das Geld für Baumgartl vorhanden.


Werder-Trainer Florian Kohfeldt lobte den Stuttgarter zuletzt auch öffentlich als "einen der kommenden deutschen Verteidiger überhaupt". Obwohl der 23-Jährige in dieser Saison lediglich auf 18 Einsätze kam, ist man vom Potential des U21-Nationalspielers überzeugt. In der nächsten Saison könnte er die Innenverteidigung mit Niklas Moisander komplettieren. Doch auch Baumgartl würde einen hohen einstelligen Millionenbetrag kosten. Am Ende ist es alles eine Frage des Geldes.