​Ganz Europa war hinter ihm her - ​Joao Félix, 19-jähriges Wunderkind in Diensten von Benfica Lissabon, gilt als legitimer Nachfolger keines Geringeren als ​Cristiano Ronaldo. Und tatsächlich schlägt das Jahrhunderttalent demnächst in Madrid seine Zelte auf - aber nicht bei Real sondern dessen Stadtrivalen ​Atlético Madrid


120 Millionen Euro - mehr hat im spanischen Fußball bisher nur der FC Barcelona für einen Spieler ausgegeben. Genauer gesagt: zwei (Coutinho kam vergangenes Jahr für 148 Millionen und Ousmane Dembelé wird zuzüglich aller Boni etwa 125 Millionen in die Kassen von Borussia Dortmund spülen). 


Jetzt hat also tatsächlich der von den beiden spanischen Großklubs stets ein wenig belächelte Arbeiterklub vom Manzanares (auch wenn das Estadio Vicente Calderón mittlerweile abgebrochen und eine neue Spielstätte im Madrider Nordosten errichtet wurde) Nägel mit Köpfen gemacht und eines der größten Talente des Weltfußballs an sich binden können. 

Laut Marca soll der Deal heute offiziell verkündet werden. Der Spieler erhält bei den Colchoneros einen Vertrag bis 2024, der ihm jährlich sechs Millionen Euro netto einbringt. 

Möglich wurde dieser Mega-Deal für Atlético durch einen anderen Rekord-Wechsel: Antoine Griezman (28) wird schon in Bälde bekannt geben, sich dem FC Barcelona anzuschließen (oder eben doch PSG, sollte Barça wie aktuell spekuliert für eine Neymar-Rückkehr "all-in" gehen). Für den französischen Weltmeister erhalten die Madrilenen 120 Millionen Euro - die umgehend für Joao Felix reinvestiert werden. 


Die jüngst aufgekommene Gerüchte, nach denen Barça angeblich einen Rückzieher in der Personalie Griezmann gemacht hat, um alle Kräfte für eine Rückholaktion von Neymar zu bündeln, ändern an Atléticos Position nicht viel: denn auch PSG ist stark an Griezmann interessiert. Würden die Katalanen also aus dem Poker um Griezmann aussteigen, erhielte Atlético seine 120 Millionen Euro eben von den Kataris aus Paris.