Matthijs de Ligt ist die personifizierte ​Sommertransfer-Geschichte: Mal soll er schon hier zugesagt haben, mal dort ab. Jetzt geht die Causa weiter, mit einem Bericht aus Spanien - von einer durchaus seriösen Quelle wohlgemerkt: Demnach habe der Ajax-Kapitän das Angebot des  ​FC Barcelona abgelehnt. Neben PSG und ​Juve wird auch der ​FC Bayern als einer derjenigen Klubs genannt, die eine bessere Offerte abgegeben hätten.


Das Sommertransferfenster nimmt so langsam Fahrt auf. Mit Eden Hazard ging der erste Superstar bereits über die Ladentheke. Pogba, Neymar und Co. könnten folgen - derzeit bestimmen aber auch die Youngster das Transfergeflüster. Namentlich Joao Felix, der nach Kylian Mbappé zum zweitteuersten Teenager aller Zeiten werden könnte. Hier scheint derzeit die Spur am heißesten zu Atletico Madrid zu führen.


Und da wäre natürlich die Causa Matthijs de Ligt. Was ist nicht alles schon über den 19-jährigen Ajax-Kapitän geschrieben worden, der zweifelsohne zu den talentiertesten Innenverteidigern des Planeten gehört. De Ligt wird Amsterdam verlassen - trotz seiner zurückhaltenden Aussagen gibt es auch daran kaum mehr Zweifel. Der FC Barcelona, und damit dasselbe Ziel wie von Kumpel Frenkie de Jong, wird es aber nicht. Das berichtet der meist gut informierte spanische Radionsender Cadena SER.


Barça schien lange kurz davor zu stehen, de Ligt zu überzeugen. Nun aber sollen die Verhandlungen gescheitert sein. Mit Ajax habe es bereits eine Übereinkunft gegeben, heißt es weiter. Doch Mino Raiola hat den Katalanen offenbar einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Star-Berater habe das vorliegende Angebot abgelehnt.


Da half es auch nicht, dass sich Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu höchstpersönlich eingeschaltet haben soll. De Ligt soll abgesagt haben, mit dem Verweis auf die Antwort von Raiola. Der wittert bei anderen europäischen Schwergewichten ein deutlich lukrativeres Geschäft. ​Hier ist zuallererst Paris Saint-Germain zu nennen.


PSG, Juventus und FC Bayern sollen bessere Angebote abgegeben haben


Mit Leonardo ist dort ein Sportdirektor zurück, der mit Raiola im guten Kontakt steht. Finanziell könnte man bei PSG dank der Scheich-Millionen ohnehin für reichlich Argumente sorgen. Cadena SER nennt auch Juventus Turin, die ein besseres Angebot als Barça abgegeben haben. ​Cristiano Ronaldo hatte nach dem Nations-League-Finale ja schon versucht, de Ligt von der Alten Dame zu überzeugen. Etwas überraschend wird aber auch der FC Bayern gehandelt.


An der Säbener Straße hieß es eigentlich, die Defensivplanungen seien abgeschlossen, selbst wenn Mats Hummels zum BVB gehen sollte. Von dieser Warte scheint es doch fragwürdig, dass man um de Ligt weiter mitbietet. Sollten aber Hummels und Boateng gehen, könnte man doch wieder mitpokern - die Frage ist dann, ob de Ligt sich nicht längst entschieden hat.


So oder so, de Ligt und der FC Bayern klingt weiter unwahrscheinlich. Beim FCB muss man sich auf die Offensive fokussieren und im De-Ligt-Poker dürfte PSG weiter die Nase vorn haben, gefolgt von Juve. Zumal der Spieler seine Zukunft in Raiolas Hände gelegt haben zu scheint. Und der ist nun wirklich dafür bekannt, vor allem auf den Profit zu schauen. Topklubs sind ohnehin alle genannten. Man darf gespannt sein, ob de Ligts Zukunft bald entschieden wird oder sie uns noch den ganzen Sommer beschäftigt...