Der ​Hamburger SV will weiter aufrüsten. Nachdem bereits sieben Spieler den Weg an die Alster gefunden haben, soll mit dem brasilianischen Abwehrspieler Ewerton von Ligakonkurrent und Bundesligaabsteiger 1. FC Nürnberg der nächste Akteur folgen.


Der Hamburger SV kann sich eigentlich schon jetzt keine weitere Spielzeit im Unterhaus leisten. Daher rüstet man groß auf. Diesmal allerdings nicht so planlos wie in der Vergangenheit, ​​sondern offensichtlich mit mehr Weitblick. So wurden bereits sieben Spieler verpflichtet, die allesamt nachwiesen, dass sie dem HSV wirklich weiterhelfen und den Aufstieg und damit die Rückkehr in die Bundesliga realisieren können. Zudem sollen einige Spieler, die diesen Nachweis nicht erbrachten, den Verein nach Möglichkeit noch verlassen.


So sollen etwa Julian Pollersbeck, Gotoku Sakai, Tatsuya Ito oder auch Rick van Drongelen und Gideon Jung bei passenden Angeboten verkauft werden. Gerade die Personalie van Drongelen zeigt, wie verfahren man vor nicht allzu langer Zeit noch agierte. Der Niederländer wurde als Perspektivspieler geholt, jedoch völlig verheizt und soll nun gehen. Dafür aber braucht es auch Ersatz. Und eben jenen scheint man beim HSV bereits im Blick zu haben.


Ewerton

Ewerton könnte das nächste fehlende Puzzleteil im Kampf um den Aufstieg sein



So soll der Brasilianer Ewerton vom 1. FC Nürnberg ins Blickfeld gerückt sein. Der 30-Jährige war in der abgelaufenen Saison zu Saisonbeginn lange verletzt, was den Clubberern gerade im Hinblick auf wichtige Punkte sehr weh tat. So gab der Stamminnenverteidiger und eigentliche Stabilisator sein Comeback erst am 14. Spieltag. Wirklich fit war er erst ab der Rückrunde, wo er schließlich auch jedes Spiel bis zu seinem Muskelfaserriss zwei Spieltage vor Ende der Saison erneut ausfiel.


Ewerton aber gilt als spielstark, besonders in der Spieleröffnung. Und er hat den 1. FC Nürnberg bereits in der vorigen Saison zum Aufstieg mitgeführt. Eine Qualität, die sie sich auch in Hamburg von ihm erhoffen dürften. Hinzu kommt, das der in Penedo geborene Abwehrspieler eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag hat, die es ihm ermöglicht, den Verein vorzeitig vor Ablauf seines 2020 auslaufenden Vertrags zu verlassen. Diese soll bei 2,5 Millionen Euro liegen, was den Verteidiger für die Hamburger absolut erschwinglich macht. Sollte der Deal zustande kommen, hätte man sich kostengünstig in jedem Fall verstärkt.