Nach sieben Jahren als Sportdirektor "verabschiedet" sich ​Ralf Rangnick von ​RB Leipzig. Der 60-Jährige, der in der vergangenen Saison auch das Traineramt inne hatte, wird zukünftig beim Mutterkonzern Red Bull als Head of Sport and Development Soccer tätig und für die Standorte Leipzig, New York und Brasilien verantwortlich sein. Das Aus als Sportdirektor hat aus der Sicht von Rangnick auch positive Auswirkungen auf die Arbeit von Julian Nagelsmann. 


Die Verantwortlichen der Roten Bullen haben bereits im vergangenen Sommer die Weichen auf der Trainerbank gestellt und Nagelsmann als neuen Cheftrainer präsentiert. Der langjährige Coach der ​TSG 1899 Hoffenheim tritt in diesem Sommer die Nachfolge von Rangnick an. Der scheidende Sportdirektor ist davon überzeugt, dass ein gewisser Abstand zu RB Leipzig die Arbeit des 31-jährigen Übungsleiters erleichtern wird.


"Teile der Medien hätten bei der Zusammenarbeit zwischen Julian und mir ganz genau hinschaut", erklärte Rangnick im Interview mit dem kicker. "Jede Gestik meinerseits auf der Tribüne oder beim Training wäre interpretiert worden und hätte die Arbeit von Julian und mir nicht erleichtert", führte der 60-Jährige weiter aus. Es wäre sowieso irgendwann der Zeitpunkt gekommen, "dass ein jüngerer Sportdirektor an meiner Stelle das Tagesgeschäft übernimmt", betonte Rangnick. 

Julian Nagelsmann

Übernimmt den Trainerposten in Leipzig: Julian Nagelsmann



Als neuen Sportdirektor präsentierte der Pokalfinalist Anfang Juni ​Markus Krösche. Der Ex-Profi war zuvor über zwei Jahre lang beim ​SC Paderborn als Geschäftsführer Sport tätig. Der 38-jährige Funktionär sei an seinen Vorgänger mit dem Wunsch herangetreten, "dass ich ihm und auch Julian mit meinen Ratschlägen und Empfehlungen zur Seite stehe", erklärte Rangnick.