Ein weiteres Nachwuchstalent aus England wird von einem Bundesligisten umworben: Wie BILD berichtet, beschäftigt sich Borussia Mönchengladbach mit Lukas Nmecha, der ab Montag für die deutsche U21 bei der EM im Einsatz ist.


Hierzulande ist der gebürtige Hamburger nur wenigen ein Begriff. Nmecha steht gemeinsam mit seinem Bruder Felix bei der U23 von ​Manchester City unter Vertrag und erzielte in der abgelaufenen Spielzeit drei Tore bei seiner Leihstation Preston North End in der EFL Championship.

​Bislang durchlief er aufgrund seiner englischen Wurzeln sämtliche Junioren-Nationalmannschaften der Three Lions, im März debütierte er jedoch für die deutsche U21-Auswahl von Stefan Kuntz und verdrängte sogar Cedric Teuchert von Schalke 04 aus dem EM-Kader. "Das Thema England ist für mich definitiv durch. [...] Ich fühle mich als Deutscher und will deshalb auch für Deutschland spielen", erklärt der Mittelstürmer, der in der kommenden Saison womöglich in der Bundesliga auflaufen wird.

Lukas Nmecha

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​Wie berichtet wird, soll sich Borussia Mönchengladbach "intensiv" mit Nmecha auseinandersetzen und in jedem Fall verpflichten wollen. Ob ein Leihgeschäft oder ein fester Transfer zustande kommt, soll keine Rolle spielen. Er selbst zeigte sich gegenüber BILD angetan von der Bundesliga und kann sich ein Engagement in Deutschland gut vorstellen: "
Deutschland und die Bundesliga wären gut für mich und meine Entwicklung. Natürlich muss Manchester City damit auch einverstanden sein, aber vielleicht spiele ich nächste Saison Bundesliga."

​Sich selbst beschreibt Nmecha als "
körperlich stark und sehr schnell", was ihm in Anbetracht der aggressiven Spielweise von Neu-Trainer Marco Rose zugute kommen würde. Über die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Spielweisen in England und Deutschland sagt er: "In England wird viel physischer gespielt, dafür sind die Spieler in Deutschland cleverer. Hier wird mit viel weniger Kontakten gespielt, in England wird viel mehr gedribbelt." 

​In Manchester besitzt der 1,85 Meter große Angreifer einen Vertrag bis 2021. Ob der erneute englische Meister nach Jadon Sancho und Rabbi Matondo einen weiteren Spieler aus dem eigenen Nachwuchs nach Deutschland ziehen lässt, ist offen. Die Vergangenheit hat jedoch mehrfach gezeigt, dass der Klub bei einem passenden Angebot zustimmt.