​Am Montag beginnt für den ​Hamburger SV (und viele andere Zweitligisten) die Vorbereitung auf die Saison 2019/20. Gut möglich, dass Torwart ​Julian Pollersbeck (24) dann schon nicht mehr im Volkspark weilt. 


Wie die Salzburger Nachrichten berichten, soll der österreichische Meister RB Salzburg den HSV-Keeper auf seiner Liste stehen haben. Im Volkspark hat Pollersbeck spätestens nach der ​Verpflichtung von Darmstadt-Keeper Daniel Heuer Fernandes (26) mehr als schlechte Karten. Schon zum Ende der vergangenen Saison hatte man, noch in der Person des mittlerweile geschassten Sportvorstands Ralf Becker, ihm gegenüber kommuniziert, dass er sich anderweitig umschauen solle, da man im Verein nicht mehr auf ihn baue. Seitdem ist wenig passiert - bis jetzt. 


Die Salzburger haben nach der Verletzung von Alexander Walke (36) Handlungsbedarf auf der Torwart-Position. Der deutsche Keeper hatte sich während seines Urlaubs den Fußwurzelknochen gebrochen, als ein Motorrad auf ihn fiel. 


Polle wäre nur Herausforderer


Walke war indes nicht die Nummer Eins der Mozartstädter. Das war und ist Cican Stankovic (26), der seit diesem Jahr auch in den Kreis der österreichischen Nationalelf aufgenommen wurde. Für Pollersbeck läge also eine ähnliche Situation vor, wie in Hamburg: Er müsste sich dem Kampf um den Platz im Tor stellen - und zwar aus der Position des Herausforderers.

Das war in den letzten zwei Jahren beim HSV nicht der Fall, und vielleicht auch einer der Gründe für seine spannungslosen Auftritte vor allem in der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit. 


Doch Pollersbeck scheint nicht die allererste Option der Salzburger zu sein. Denn schon seit längerem bemühen sie sich, ​den an den FC Augsburg ausgeliehenen Schweizer Torwart Gregor Kobel (21, TSG Hoffenheim) zu verpflichten.


Dieses Jahr qualifizierte sich RB Salzburg erstmals direkt für die Königsklasse, was ein sportliches Argument für Pollersbeck sein könnte. Ob der Serienmeister Österreichs (holte die letzten sechs Meistertitel!) die Ablöseforderung der Hamburger von bis zu acht Millionen Euro zu zahlen bereit ist, darf jedoch angezweifelt werden.