​Maurizio Sarri führte den ​FC Chelsea in der abgelaufenen Saison bis zum Gewinn der Europa League und konnte auch die Premier League auf einem respektablen dritten Platz abschließen. Da der italienische Fußballlehrer und der englische Hauptstadtklub dennoch nie wirklich warm miteinander wurden, wurde der Coach nun für einen Wechsel zurück in die Serie A freigegeben.


Wie mehrere italienische Medien übereinstimmend berichten, einigten sich der 60-jährige Fußballlehrer und die Blues am Donnerstagabend darauf, das Arbeitsverhältnis, welches eigentlich bis zum Sommer 2021 angedacht war, vorzeitig aufzulösen. 


Ohne Job wird der Taktikfuchs aber dennoch nicht dastehen, schließlich soll im Zuge dessen ebenfalls entschieden worden sein, dass der ehemalige Napoli-Coach ab der kommenden Spielzeit die Geschicke des italienischen Serienmeisters ​Juventus Turin leiten wird.

Maurizio Sarri

Trotz Europapokaltitel hat Sarri bei Chelsea keine Zukunft



Uneins sind sich die verschiedenen Berichterstatter, die über den bevorstehenden Trainerwechsel berichten, bislang lediglich über die Summe, die von der Alten Dame in Richtung London fließen wird. Während aus dem Umfeld des Transferexperten Gianluca Di Marzio laut transfermarkt.de von einer "minimalen Entschädigung" die Rede ist, wird die BBC deutlich konkreter und wirft einen Betrag von fünf Millionen Euro in den Raum. Bislang wollte sich jedoch weder einer der betroffenen Vereine, noch der erfahrene Übungsleiter selbst zu dem Deal äußern.


Ein Wechsel hin zu Juve wäre für Sarri mit Sicherheit der bisherige Höhepunkt seiner Trainerkarriere. Zwar handelt es sich auch bei seinem jetzigen Arbeitgeber um einen echtes internationales Schwergewicht, ein Engagement bei der Alten Dame wäre für den Italiener aber aufgrund seiner Herkunft eine Herzensangelegenheit. Beerben würde der gewiefte Stratege bei Juve den zuletzt vor allem in der heimischen Meisterschaft äußerst erfolgreichen Massimiliano Allegri. Nur kurz nach dem fünften Meistertitel in Folge hatten die Juve-Bosse vor wenigen Wochen die vorzeitige Trennung von dem 51-Jährigen bekanntgegeben.

Massimiliano Allegri

Massimiliano Allegri hat in den vergangenen Jahren bei Juve gut vorgelegt



Unklar ist derzeit noch, wer beim Chelsea das Ruder übernehmen soll. Als ​aussichtsreichster Kandidat gilt derzeit die Vereinsikone Frank Lampard. Der ehemalige Mittelfeldregisseur ist derzeit für die Geschicke von Derby County verantwortlich, soll sich mit den Chelsea-Bossen jedoch bereits über mögliche Neuverpflichtungen unterhalten haben. Die Sport BILD hingegen hatte unlängst darüber berichtet, dass mit dem ​RB-Macher Ralf Rangnick auch ein prominentes Gesicht aus der Bundesliga in der Verlosung sein soll.