​Einen Tag vor dem wichtigen Gruppenspiel gegen Spanien (18 Uhr, ARD) haben sich die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Spielmacherin Dzsenifer Marozsán muss gegen die spielstarken Ibererinnen wegen eines Zehenbruchs passen. Auch das letzte Gruppenspiel gegen Südafrika wird Marozsán definitiv fehlen.


Beim Auftaktsieg gegen China hatte Marozsán bei einem Foulspiel einen Tritt auf den Knöchel abbekommen. Die Champions-League-Siegerin von Olympique Lyon spielte im Anschluss zwar weiter, zu Beginn der Woche musste sie allerdings mit dem Training aussetzen. ​Am Montag hieß es noch, die deutsche Nummer zehn werde versuchen wieder ins Training einzusteigen. Diese Plan ging nicht auf.

Dzsenifer Marozsan,Shanshan Wang

Shanshan Wang hebt nach ihrem rüden Foulspiel entschuldigend den Arm


"Dzsenifer wird in der Vorrunde ganz sicher nicht mehr spielen können", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg auf der PK vor dem Duell mit Spanien. "Wir versuchen, sie im Turnierverlauf wieder auf den Platz zu bekommen", so die Hoffnung. 


Für das DFB-Team ein bitterer Schlag - Marozsán gilt als Herzstück des deutschen Teams. Nun müssen sich andere in den Vordergrund spielen. Das gesamte Team will dabei gegen Spanien die deutlich sichtbare Nervosität vom wackligen Auftakt gegen China ablegen. Ein zweiter Erfolg - und der Gruppensieg wäre greifbar.


Wer Marozsán bis zu den möglichen K.o.-Spielen ersetzt, ließ Voss-Tecklenburg offen: "Dzsenifer kann man nicht ersetzen. Sie kann Dinge, die andere nicht können. Der Ausfall tut weh, vor allem persönlich, weil das eine besondere WM für Dzseni ist. Wir müssen den Verlust mannschaftstaktisch auffangen."