Jürgen Klopp und Sadio Mané - der eine von der Seitenlinie aus, der andere auf dem Spielfeld, stehen diese beiden Namen geradezu exemplarisch für den Aufschwung des ​FC Liverpool in den vergangenen Jahren. Beinahe hätten sich ihre Wege schon viel früher gekreuzt, nämlich noch zu Klopps Borussen-Zeit in Dortmund. Ihn damals nicht an die Ruhr geholt zu haben, sieht Klopp heute als einen seiner größten Fehler an.


Es war der Sommer 2014, ein gutes Jahr nach dem "Deutschen Finale von Wembley". Ein gewisser Sadio Mané, damals 22 Jahre alt, hatte in der österreichischen Bundesliga bei RB Salzburg nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. 


Jürgen Klopp und der BVB stiegen entsprechend in den Poker um den Youngster ein. Doch die Salzburger lehnten die 12-Millionen-Offerte der Schwarz-Gelben ab und verkauften den Senegalesen stattdessen an den FC Southampton - wo Mané eigentlich gar nicht hinwollte. Doch das Angebot der Südengländer (23 Millionen Euro) doppelte nahezu die Dortmunder Offerte und Mané war plötzlich in der Premier League. 

Sadio Mane

Am Ziel seiner Träume: Sadio Mané stemmt den Henkelpott in den Madrider Nachthimmel



Später einmal gestand Klopp dem Liverpool Echo: "Ich habe in meinem Leben einige Fehler gemacht, und einer der größten davon war es, Sadio nicht nach Dortmund zu holen." Man habe sich in seinem (Klopps) Büro getroffen, sich unterhalten  - und danach sei er nicht überzeugt gewesen. Dies sei seine Schuld. 


Lange musste Klopp dann aber keine Asche über sein Haupt streuen, denn schon zwei Jahre später, bereits als Trainer der Reds, öffnete sich wieder die Tür und mittels Zahlung von nunmehr 40 Millionen Euro konnte Klopp Mané doch noch als "seinen" Spieler begrüßen. Im Fußball ist es wie im realen Leben auch: man trifft sich immer zweimal.