​Wie in jedem Jahr wird die Zeit zwischen dem Ende der einen und dem Beginn der nächsten Saison vor allem durch Gerüchte um mögliche Transferaktivitäten der Klubs in Europa bestimmt. ​Leroy Sane wurde dabei zuletzt wiederholt mit dem ​FC Bayern München in Verbindung gebracht. Geht es nach dessem ​Teamkollegen Ilkay Gündogan, sollten sich die Münchner dabei aber keine allzu großen Hoffnungen machen.


In der abgelaufenen Spielzeit war der ehemalige Schalker für seinen aktuellen Klub ​Manchester City wettbewerbsübergreifend an stolzen 46 Treffern direkt beteiligt und trug seinen Anteil dazu bei, dass sich die Citizens im spannenden Meisterschaftsduell mit dem FC Liverpool knapp durchsetzen konnten. Im letzen Saisondrittel wurde der 23-Jährige von seinem Trainer Pep Guardiola jedoch immer häufiger auf die Ersatzbank degradiert.

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Kokettiert Leroy Sane tatsächlich mit einer Rückkehr in die Bundesliga?



Wie aus dem Umfeld der Skyblues zu hören ist, soll der spanische Startrainer bei Sane insbesondere im Spiel gegen den Ball Mängel entdeckt haben. Trotz bis 2021 datiertem Vertrag soll der 19-fache deutsche Nationalspieler daher nicht mehr komplett unumstritten sein. Mehrere internationale Spitzenklubs haben bereits die Fährte aufgenommen. Auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge machte gegenüber der Sport BILD unlängst ​keinen Hehl daraus, dass man an dem Tempodribbler interessiert sei. ​Gerüchte, wonach die Bayern bereits einen konkreten Vorstoß gewagt haben sollen, dementierte der 63-Jährige jedoch.


Vielmehr betonte der erfahrene Funktionär, dass sich zunächst der Spieler selbst darüber im Klaren sein müsse, ob er sich einen Wechsel zu den Bayern überhaupt vorstellen könnte. Erst wenn dies der Fall sei, würde man mit City in konkrete Verhandlungen gehen. Sane, der derzeit im Vorfeld der anstehenden Länderspiele mit dem DFB-Tross in Aachen weilt, hielt sich in dieser Angelegenheit bislang öffentlich jedoch äußerst bedeckt und lieferte keinerlei Hinweise, in welche Richtung sein Pendel ausschlägt.


Angesprochen auf die Transfergerüchte rund um seinen Mitspieler, äußerte sich nun aber mit Ilkay Gündogan der zweite deutsche Nationalspieler, der seine Brötchen bei den Citizens verdient. Dabei machte er den Anhängern des deutschen Rekordmeisters wenig Hoffnungen und berichtete laut der Sport BILD, dass er sich vor kurzem mit Sane unterhalten habe und der Offensivspieler dabei nicht den Anschein gemacht habe, "dass er unbedingt weg will".

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Gündogan würde in Zukunft nur ungern auf Sane verzichten



Im Anschluss betonte der 28-Jährige zudem, dass auch die Vereinsbosse des englischen Spitzenklubs ihren bisherigen Leistungsträger keineswegs unter allen Umständen vom Hof jagen wollen. "Der Verein will ihn auch nicht unbedingt abgeben. Er hat noch zwei Jahre Vertrag, es gibt keinen Anlass für Aktionismus. Und deswegen gehe ich persönlich davon aus, dass Leroy bleibt - das würde mich auch freuen", so der defensive Mittelfeldspieler.


Ernsthaft über eine vorzeitige Trennung nachdenken würden die Skyblues wohl ohnehin erst bei einer Ablösesumme am Rande eines dreistelligen Millionenbetrags. Obwohl die Bayern in diesem Sommer durchaus ihr innig geliebtes Festgeldkonto attackieren möchten, läge diese Forderung rund 20 Millionen Euro über der von Klubpräsident Uli Hoeneß formulierten Schmerzgrenze des frisch gebackenen Meisters.