Im europäischen Fußball gibt es Jahr für Jahr spannende Titelkämpfe und unheimlich enge Entscheidung am letzten Spieltag. Doch einigen Ligen wurde der Genuss von ständig wechselnden Meistern verwehrt, in ihnen herrscht an der Spitze oft Eintönigkeit. Wir zeigen euch, in welchen Top-Ligen Europas es in den letzten Jahren Mannschaften gab, die immer wieder aufs Neue dominieren.


Super League - BSC Young Boys

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​In der Schweiz gibt es ein Team, welches vor der Jahrtausendwende komplett den Spielbetrieb eingestellt hat und heute trotzdem die unangefochtene Nummer Eins in der Liga ist. Eine lange Zeit konnte man die Young Boys Bern nicht im Oberhaus bewundern, erst 2012 schaffte man wieder den Aufstieg in die Super League. Von da an gab es allerdings nur wenig Vorbeikommen an den Bernern, seit fünf Jahren erreichte man mindestens immer den zweiten Platz. In dieser Saison folgte die nun schon zweite Meisterschaft in Folge, mit über zwanzig Punkten Vorsprung. Ein Ende der Dominanz in den nächsten Jahren ist wenig wahrscheinlich.


Ligue 1 - Paris Saint-Germain

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​Spätestens seit der Übernahme der Qatar Sports Investments und die Benennung des Präsidenten Nasser Al-Khelaifi 2011, zählt Paris Saint-Germain zu den stärksten Vereinen der französischen Fußball-Geschichte. Durch ein riesiges Budget wurde die Liga für die Hauptstädter quasi nur noch zum Nebenschauplatz, seit acht Jahren wurde man immer mindestens Zweiter. In dieser Zeit holten die Pariser sechs Meisterschaften, zudem stockten sie ihren Kader immer weiter auf. Deswegen erreichte man fast immer die 90-Punktemarke, PSG wird auch weiterhin für Langeweile an der Tabellenspitze sorgen.


Scottish Premiership - Celtic Glasgow

Celtic v Hearts - Ladbrokes Scottish Premiership

In der schottischen Premiership ​hat es sich eine Mannschaft an der Tabellenspitze in den letzten Jahren mal so richtig bequem gemacht. Celtic Glasgow, ein Verein voller Tradition und Qualität, dominiert seit Jahren den schottischen Fußball. In den letzten 15 Jahren standen sie am Ende des Jahres viermal auf dem zweiten Rang, in den anderen Spielzeiten konnten sie sich jeweils als Meister feiern lassen. Ihre unglaubliche Dominanz kann kaum gebrochen werden, in den europäischen Wettbewerben sind sie aber dadurch nicht immer ein ernsthafter Kandidat.


Bundesliga - FC Bayern München

Arjen Robben

​Auch in der ​Bundesliga gibt es seit vielen Jahren quälende Eintönigkeit. Zwar bot diese Saison mal wieder richtig Spannung, doch am Ende sicherte sich der ​FC Bayern München die nun mehr siebte Meisterschaft in Folge. In kaum einer anderen Liga gibt es eine solche Siegesserie wie in der Bundesliga, das liegt vor allem an der konstant guten Leistung der Bayern. Der Rekordmeister funktioniert dabei auch unter verschiedenen Übungsleitern immer gut, allein in den letzten vier Jahren gab es jeweils andere Meistertrainer.


Superligaen - FC Kopenhagen

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​Der dreizehnfache dänische Meister FC Kopenhagen lässt in der Liga nur selten etwas anbrennen. Die Skandinavier konnten in den letzten vier Spielzeiten drei Meisterschaften erkämpfen und sind sowieso fast ausschließlich unter den ersten zwei Plätzen zu finden. Deshalb ist es kein Wunder, dass vor allem aus dem Hauptstadt-Klub immer wieder Top-Stars in die großen Ligen Europas wechseln, die Talentschmiede in Kopenhagen sorgt jedes Jahr für hochklassigen Nachschub.


Serie A - Juventus Turin

Juventus v Atalanta BC - Serie A

​Mit der Serie A gibt es auch in der dritten Top-Liga einen Dauermeister. Mit Juventus Turin hat eine Mannschaft dort nämlich ein regelrechtes Abonnement auf den Meistertitel abgeschlossen. Nach dem Zwangs-Abstieg brauchte es bei der Alten Dame zwar wieder etwas Eingewöhnungszeit, seit acht Jahren sind sie allerdings nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen gewesen. Die Qualität des Kaders ist für die restlichen Teams einfach zu gut, wenn sich nichts Gravierendes ändert, steuert Turin in der nächsten Saison deshalb auf Titel 36 zu.