​Nur wenige Mannschaften in der Bundesliga traten in der abgelaufenen Saison derart geschlossen auf, wie ​Eintracht Frankfurt. Eine wichtige Führungsrolle nahm dabei auch Rückkehrer ​Kevin Trapp ein, der vor der Saison für ein Jahr vom französischen Serienmeister Paris Saint-Germain ausgeliehen wurde. Geht es nach dem Torhüter und den Hessen, wird der Schlussmann auch in Zukunft das Gehäuse der Adler hüten.


Stand jetzt, müsste der 28-Jährige in diesem Sommer wieder zum französischen Hauptstadtklub zurückkehren und somit seinen Stammplatz bei den Frankfurtern aller Voraussicht nach gegen einen Platz auf der Pariser Ersatzbank eintauschen. Anstatt sich seit seinem Wechsel im Sommer 2015 bei PSG zu etablieren, sank das Ansehen des dreifachen Nationalspielers schließlich zusehends und mündete darin, dass er in der Spielzeit 2017/18 in der Ligue 1 auf gerade einmal vier Einsätze kam. Die Rückkehr zur alten Liebe, stellte für alle Parteien daher die ideale Lösung dar.

Kevin Trapp

Für die Eintracht erwies sich Kevin Trapp als starker Rückhalt


Zurück in der Bundesliga wusste Trapp sofort zu überzeugen und trug einen nicht zu unterschätzenden Anteil dazu bei, dass die Eintracht bis ins Halbfinale der Europa League stürmte. Angeblich sollen diese positive Entwicklung auch seinem Stammverein nicht verborgen geblieben sein und so berichtete der französische Sender TF1, dass die Pariser bereits erste Gespräche mit Trapp geführt haben, um über ​seine Rolle bei PSG zu diskutieren. Dabei wird sogar darüber spekuliert, dass der deutsche Schlussmann in Zukunft als Nummer Eins des Serienmeisters eingeplant sein soll.


Ob man dieser Quelle jedoch Glauben schenken kann, darf bezweifelt werden. So stellt die BILD die derzeitige Situation des Keepers komplett anders dar. Wie das Boulevardblatt in Erfahrung gebracht hat, reiste Trapp am Sonntag zwar tatsächlich nach Paris, um sich dort mit deren ​Cheftrainer Thomas Tuchel zu treffen, die Aussichten auf einen Verbleib bei PSG sollen dadurch aber keineswegs gestiegen sein. Vielmehr habe der Torhüter Bedenken geäußert, auf Sicht eine Chance auf die Nummer Eins zu haben und sich gegen eine Verlängerung seines im Sommer 2020 auslaufenden Vertrages ausgesprochen.


Aktuell scheint, nicht nur nach Ansicht des gebürtigen Saarländers, Alphonse Areola im Gehäuse der Pariser absolut gesetzt zu sein. Gianluigi Buffon hingegen, der vor der Saison den Wechsel von Juventus Turin in Richtung des Tuchel-Klubs gewagt hatte, konnte als Back-up des 26-Jährigen bislang nicht wirklich überzeugen. Auch die Zukunft des Altmeisters ist daher ungewiss. Nichtsdestotrotz sind die Verantwortlichen des französischen Spitzenklubs dem Vernehmen nach dazu bereit, über einen festen Abgang von Trapp zu diskutieren.

FBL-FRA-LIGUE1-STRASBOURG-PSG

An Alphonse Areola ist derzeit kein Vorbeikommen


Wie so oft, könnte am Ende aber die Ablösesumme zum Casus knacksus werden. So soll ein erster Vorstoß der Hessen bereits ins Leere gelaufen sein. Da die Frankfurt-Bosse aber von der Bedeutung einer Trapp-Verpflichtung absolut überzeugt sind, blieben sie hartnäckig und legten dem Spitzenklub an der Seine laut Sky und Paris United nun ein Angebot vor, dass neue Bewegung in die Angelegenheit bringen könnte. Dabei bewegen sich die Frankfurter mit ihrem Vorschlag angeblich in einem Preissegment von rund zehn Millionen Euro.


Trapp-Berater Pini Zahavi will sich allem Anschein nach jedoch nicht nur auf einen möglichen Vertragspartner festlegen und ​hörte sich daher auch bei anderen Spitzenklubs in Europa um. Da sich dabei noch kein weiterer Klub herauskristallisierte, läuft aktuell alles auf einen Deal zwischen der Eintracht und PSG hinaus. Dass dies auch im Sinne von Trapp wäre, ist längst kein Geheimnis, schließlich hatte der Eintracht-Keeper bereits Ende April gegenüber Hit Radio FFH betont, dass es von seiner Warte aus keine Argumente gäbe, die gegen einen Verbleib in Frankfurt sprechen würden.