Werder-Star ​Claudio Pizarro verkündete vor dem Saisonende die Verlängerung seines Vertrags bei den ​Bremern. Somit wird der Peruaner noch eine weitere Saison in der Fußball-​Bundesliga auf Torejagd gehen. Minimale Hoffnungen hatte er zudem auch noch auf die Copa América und eine gleichzeitige Rückkehr in die Nationalmannschaft. Trainer Ricardo Gareca nominierte ihn allerdings nicht, auch in der Zukunft wird Pizarro kaum noch für sein Land auflaufen.


Vor wenigen Tagen gab der peruanische Nationaltrainer Ricardo Gareca den offiziellen Kader für die kommende Amerikameisterschaft an, diese findet vom 15. Juni bis zum 7. Juli statt. Nicht nominiert hat er dabei wenig überraschend den 40-jährigen Pizarro von Werder Bremen. Doch Geraca äußerte sich zu Pizarros Nichtnominierung und begründete seine Entscheidung. Laut dem Trainer habe der Angreifer sowieso keine Perspektive mehr in der Nationalmannschaft.


Auf depor.com war zu lesen, weshalb Gareca auf den Stürmer verzichtete, dabei ging es nicht um den momentanen Zustand des Oldies: "Wir können keinen Spieler berufen, der sich selbst ausschließt. Niemand hat Türen geschlossen und wir kümmern uns auch nicht ums Alter." Als Grund nennt der Übungsleiter allerdings Zweifel, die ihm Pizarro vor mehreren Monaten entgegengebracht haben soll.

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Noch einmal wird man Pizarro bei der Nationalmannschaft wahrscheinlich nicht mehr sehen



Demnach hätte der Werderaner selbst sein Aus in der Nationalmannschaft verkündet, so Ricardo Gareca. "Wie sollen wir jemanden berufen, der keinen Sinn darin sieht, für die Seleccion nominiert zu werden?“ Damit bezieht sich der Trainer auf eine Aussage von Pizarro, die der 40-Jährige nach der Weltmeisterschaft im letzten Jahr tätigte. 


Bei NextSport erklärte Pizarro nämlich damals auf Nachfrage, dass er es nicht für sinnvoll halte, in der Zukunft noch für Freundschaftsspiele nominiert zu werden. Nach der WM, die er verpasste, drückte er damit seine Enttäuschung aus. Sein Nationalmannschaftstrainer habe dies allerdings falsch aufgenommen, dies vermeldete der Angreifer gestern per twitter

"Ich habe mich nie aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen. Zu sagen, dass es keinen Sinn macht, mich nach der Weltmeisterschaft, für die ich nicht nominiert wurde, für Freundschaftsspiele einzuladen, bedeutet keinen Rücktritt“, so der Wortlaut der Botschaft. Demzufolge widerspricht Pizarro seinem Trainer Gareca also klar, an eine Rückkehr in die Nationalmannschaft hätte der Werder-Spieler immer geglaubt.


Dass es in Zukunft noch einmal zu einer Annäherung von Pizarro und der peruanischen Auswahl kommt ist unwahrscheinlich. Demnach wird es sich bei der Niederlage gegen Uruguay im März 2016 um die letzte Partie von Pizarro in der Nationalmannschaft handeln. Seinen Frust wird der Oldie im nächsten Jahr also weiter mit sich schleppen, immerhin hat er bei Werder die Chance, diesen in Tore umzuwandeln.