​Besser kann man eine erfolgreiche Ära kaum beenden: Franck Ribéry verlässt nach zwölf Jahren und dem Gewinn des Doubles den Rekordmeister ​Bayern München. Nicht nur für ihn stellt sich jetzt die Frage nach seiner Zukunft, an ein Karriereende denkt der Franzose nämlich noch nicht. In den letzten Wochen war deshalb ein Wechsel nach Australien im Gespräch, dieser könnte letztendlich allerdings am finanziellen Aspekt scheitern.


Franck Ribéry gehört zu einem der größten Bayern-Spieler überhaupt. Insgesamt 26 verschiedene Titel konnte er beim FCB feiern, nach zwölf Spielzeiten folgte in diesem Sommer aber der Abschied. Nun schaut sich der 36-Jährige nach einem neuen Verein um, bei dem er vermutlich seine Karriere beenden wird. Zuletzt war dabei vor allem ein australischer Verein ein heißer Kandidat.


Bei den Western Sydney Wanderers trainiert ein in Deutschland nicht unbekannter Trainer. Markus Babbel, selbst langjähriger Bayern-Spieler, hat dort seit über einem Jahr dieses Amt inne. Da er bereits einen Abschied Ribérys aus München erahnte, ​versuchte Babbel deswegen schon im März erste Gespräche mit dem Franzosen aufzunehmen. Da versuchte er Ribéry von einem Wechsel zu seinem Klub zu überzeugen.

Markus Babbel

Markus Babbel würde Ribéry gerne nach Sydney holen



Nun ist es bereits Juni und die Saison der Münchner ist vorbei. Das Interesse von Babbel besteht weiterhin, doch wie er nun in einem Interview mit sky erklärte, ist ein Wechsel nach Sydney momentan unwahrscheinlich. Das führt er vor allem auf die finanzielle Situation des Klubs zurück: "Der aktuelle Stand ist so, dass wir ihn uns nicht leisten können. Ich hatte schon ein längeres Gespräch mit unserem Chairman und er ist leider nicht bereit, so tief in die Tasche zu greifen“, so der 46-Jährige.


Natürlich geht es dabei vor allem um das Gehalt des Franzosen, bei dem australischen Erstligisten wäre Ribéry sicherlich der Top-Verdiener. Noch gibt Babbel die Hoffnung allerdings nicht auf, vor allem der Aspekt des Lebens neben dem Platz ist für den Trainer immer noch ein überzeugendes Argument. "Die Tür steht nach wie vor offen. Wenn er ein schönes Leben führen will, auch mit seiner Familie, hätte er bei uns absolute Ruhe und Gelassenheit. Australien wäre dafür der perfekte Ort. Du lebst in einer der schönsten Städte der Welt und hast einen fantastischen Lifestyle.“


Verzichtet Ribéry für Rockstar-Status auf Geld?


All dies könnte den ehemaligen Spieler des Jahres natürlich immer noch zu einem Wechsel bewegen, auch der Status von Ribéry wäre in Australien natürlich sehr groß. "Aus fußballerischer Sicht wäre er natürlich der Rockstar hier. Da würden einige meiner Spieler wahrscheinlich vor Ehrfurcht erstarren." Der Franzose wäre zweifelsohne nicht der erste Star, der seine Karriere in einer weniger bekannten Liga ausklingen lassen würde.


Am Ende wird Babbels Traum aber wahrscheinlich nicht in Erfüllung gehen, "das Gesamtpaket Ribery ist für uns im Moment leider nicht bezahlbar.“ Somit bleibt weiterhin ungeklärt, wo Ribéry den Herbst seiner Karriere verbringen wird. Ob es ihn also nach Australien, oder vielleicht Katar zieht ist offen. Dass er in der nächsten Saison in Sydney unter Babbel aufläuft ist aber zumindest noch nicht ausgeschlossen.