Die Vorfreude auf das DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig ist bei Mats Hummels "riesig." Der Innenverteidiger des FC Bayern München will am heutigen Samstag seine persönliche Negativ-Serie im Olympiastadion beenden, warnt zugleich aber in einem Interview, das die Münchner auf Twitter veröffentlichten, auch vor den Qualitäten des Gegners. 


Fünf Mal stand Hummels im Endspiel des DFB-Pokals auf dem Platz, an vier Abenden ging der 30-Jährige dabei als Verlierer vom Platz. Im Dress von Borussia Dortmund feierte er den 5:2-Erfolg über die Münchner Bayern in der Saison 2011/12, in den Jahren 2014 und 2016 setzte sich wiederum der Rekordpokalsieger durch. Dazwischen verlor der BVB 30. Mai 2015 das letzte Pflichtspiel unter Jürgen Klopp mit 1:3 gegen den VfL Wolfsburg, in der vergangenen Saison erlebte Hummels schlussendlich die Niederlage gegen Eintracht Frankfurt.


Anreize von Außen benötigt er daher keineswegs: "Der Wille, die Motivation ist riesig, den zweiten Pokalsieg aus persönlicher Sicht zu holen, den ersten, seitdem ich bei Bayern bin", erklärt Hummels, der vor dem kommenden Gegner aus Leipzig warnt: "Sie kommen immer über eine gute Herangehensweise, taktisch. Sei es früher das Guerilla-artige Anlaufen vorne, wo man wirklich über den ganzen Platz verfolgt wurde oder jetzt etwas dosierter, aber dafür sehr kompakt und aus einer sehr guten Formation heraus."

Besonders gefährlich sei die "fußballerisch gute Mannschaft" durch ihre schnellen Spieler. Dazu zählen seiner Meinung nach Timo Werner, Lukas Klostermann und Ibrahima Konaté. "Da sind wirklich ein paar Pfeile dabei", konstatiert der Innenverteidiger, der gleichzeitig auch an die eigenen Stärken denkt: "Wir haben aber auch in Leipzig gezeigt, wie wir sie in Schach halten können. Das ist natürlich das Ziel, dass wir das wieder schaffen."  


Der Traum vom Double

Jedoch erinnert er auch an die schwache Chancenverwertung, die in den vergangenen Wochen immer wieder das größte Manko darstellte. Hummels fordert "etwas mehr Torgefahr" und appelliert daran, "die vorhandenen Chancen nutzen." Grundsätzlich aber soll es nicht darum gehen, nur an die eigenen Schwächen zu denken. 


Nach der schwierigen Saison, in der die Münchner den zwischenzeitlichen Rückstand von neun Punkten auf Borussia Dortmund egalisierten und am letzten Spieltag mit zwei Punkten Vorsprung die Meisterschale zum siebten Mal in Serie an sich rissen, sei die Stimmung "sehr gut. Wir sind aber auch im Training die ganze Woche schon sehr engagiert zu Werke gegangen, sehr fokussiert gewesen, weil wir genau wissen, was für ein großes Spiel auf dem Plan steht und wie viel wir damit noch zusätzlich erreichen können", so Hummels, der den 'Pott' nach sieben Jahren wieder in den Nachthimmel von Berlin stemmen will.