Noch vor dem FA Cup-Finale gegen den FC Watford sprach Pep Guardiola bezogen auf das Interesse des FC Bayern an Leroy Sané von einem "hypothetischen Wechsel", mittlerweile aber nehmen die Gerüchte nach dem öffentlich bekundeten Interesse von Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsvorsitz Karl-Heinz Rummenigge immer konkretere Züge an. Wie Spox meldet, werde Manchester City daher einen letzten Versuch unternehmen, um den Nationalspieler von einem Verbleib zu überzeugen.


Was Pep Guardiola vor den Pressevertretern sagt, das haben die Verantwortlichen und auch die Fans des FC Bayern während seiner Zeit in München feststellen dürfen, entspricht nicht immer der vollen Wahrheit. Auch bei den aktuellen Spekulationen um einen Wechsel von Leroy Sané, der vor drei Jahren für 50,5 Millionen Euro vom FC Schalke zu den Skyblues wechselte, ist die Berichterstattung durchaus widersprüchlich: Während Guardiola betonte, man versuche bereits seit anderthalb Jahren, den Vertrag mit dem Flügelflitzer zu verlängern, was wiederum darauf hindeute, dass man ihn weiterhin in seinen eigenen Reihen begrüße, behaupteten sowohl der kicker als auch die englische Times, dass der Katalane bereits grünes Licht für einen Wechsel gegeben haben soll.


Die Bayern, so viel ist mittlerweile klar, werden sich um die Dienste von Leroy Sané, der bereits vor seinem Wechsel nach Manchester auf dem Wunschzettel stand, bemühen. "Es ist ein interessanter Spieler. Wir werden es versuchen", erklärte ​Rummenigge auf der Veranstaltung BILD 100 Sport, zuvor sprach ​Hoeneß in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erstmals öffentlich vom erneuten Interesse.  

Leroy Sane,Gabriel Jesus

  Gerade in wichtigen Spielen blieb Leroy Sané (l.) außen vor, dennoch will Manchester City den Flügelspieler offenbar nicht abgeben



Der Vertrag des Nationalspielers läuft bis 2021, die bisherigen Gespräche über eine Ausdehnung des Arbeitspapiers verliefen erfolglos. Wie Spox und Goal nun berichten, wollen die Verantwortlichen nun noch einmal eine Vertragsverlängerung anstreben. Das Interesse der Münchner soll dadurch, ähnlich wie im Fall von Callum Hudson-Odoi, abgeblockt werden. Wie es weiter heißt, fordern die Citizens eine Ablösesumme in Höhe von 100 Millionen Euro, sollte sich Sané weiterhin gegen eine Verlängerung entscheiden.


Ob der FC Bayern bereit ist, diese Summe zu zahlen, darf durchaus angezweifelt werden. Die Rekord-Ablösesumme über 80 Millionen Euro, die die Münchner in Lucas Hernández investierten, soll laut Hoeneß nicht noch einmal für einen einzelnen Spieler überschritten werden - doch da City keineswegs auf Geld angewiesen ist, dürften die Verantwortlichen kaum von ihren Forderungen abrücken. Nichtsdestotrotz soll Sportdirektor Hasan Salihamidzic den Transfer im besten Fall erfolgreich abwickeln, wie Rummenigge erklärte.