​Der ​FC Schalke 04 konnte die Saison dank Retter Huub Stevens und der Unfähigkeit der Ligakonkurrenz mit einem blauen Auge abschließen und spielt auch in der kommenden Spielzeit erstklassig. Um in Zukunft wieder in anderen Tabellenregionen unterwegs sein zu können, soll die Mannschaft verstärkt werden. Zwei zuletzt gehandelte Spieler sollen dabei aber doch kein Thema sein.


Als eine der großen Schwachstellen der Königsblauen wurde die Abwehrzentrale ausgemacht. Hatte man in der Vorsaison noch die drittbeste Defensive der gesamten Bundesliga gestellt, musste man in der gerade abgelaufenen Spielzeit 18 Gegentore mehr kassieren. Der neue Schalke-Trainer David Wagner soll daher den Wunsch nach mindestens einem neuen Innenverteidiger hinterlegt haben. Vor allem ​Stefan Posch von der TSG 1899 Hoffenheim soll es dabei laut der BILD dem 47-jährigen Coach angetan haben.

Stefan Posch

Stefan Posch kann auch auf der Sechs eingesetzt werden



In der Folge prüften die Schalke-Verantwortlichen rund um Sportvorstand Jochen Schneider und Kaderplaner ​Michael Reschke die Durchführbarkeit eines Transfers. Wie der Sky-Reporter Dirk Schlarmann berichtet, mussten die Macher dabei aber mittlerweile feststellen, dass ein Wechsel des 22-jährigen Österreichers aktuell finanziell "nicht darstellbar" sei. Zum Problem wurde dabei für die Königsblauen offenbar, dass der Innenverteidiger noch bis 2022 an seinen derzeitigen Klub gebunden ist, für den er in der vor kurzem zu Ende gegangenen Saison immerhin 24 Pflichtspiele bestritten hatte. 


Neben Posch wurde zuletzt auch ​Max Kruse als möglicher Wechselkandidat innerhalb der Bundesliga gehandelt. Der Offensivspieler des SV Werder Bremen hatte unlängst bekanntgegeben, dass er sich gegen eine Vertragsverlängerung beim Nordklub entschieden hat und landete dadurch prompt auf dem Wunschzettel von mehreren Klubs. Neben Eintracht Frankfurt galt dabei auch der FC Schalke 04 als potenzieller Abnehmer.

Max Kruse

Max Kruse war in der abgelaufenen Saison an 26 Werder-Toren direkt beteiligt



Gegenüber der WAZ bestätigte Jochen Schneider nun, dass ein Spieler wie Kruse für die Schalker aufgrund seiner großen Qualitäten prinzipiell eine interessante Wahl sei und adelte den 31-Jährigen als einen tollen Spieler. Im gleichen Atemzug machte der Sportvorstand den Anhängern der Schalker aber keinerlei Hoffnungen auf eine Verpflichtung des ehemaligen Nationalspielers. "So eine Verpflichtung ist für uns vom Gesamtpaket her nicht realisierbar", so die nüchterne Einschätzung des 48-Jährigen.


Die Suche nach potenziellen Verstärkungen für die Schalker geht also weiter. Hoffnung macht dabei, dass der Sommer noch sehr lange ist und daher noch so mancher Name rund um die Veltins Arena gehandelt werden dürfte. An den Fällen von Kruse und Posch wird aber auch deutlich, dass der ehemalige Dauergast in den internationalen Wettbewerben dabei wohl auch vermehrt auf jüngere Talente setzen und ein Stück weit kleinere Brötchen backen muss.