Die Zukunft von Timo Werner bleibt unklar. Vor dem Pokalfinale zwischen seinem aktuellen Arbeitgeber RB Leipzig und seinem potenziellen neuen Klub FC Bayern, sprachen die Vorstandsbosse über den Nationalstürmer. RB macht sich weiter Hoffnung, der FCB hält sich bedeckt.


​Neues von der Causa Timo Werner: ​RB Leipzig will beim Nationalspieler noch einem einen Versuch starten, um ihn zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen. Während Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge auf einer Veranstaltung der Bild in Berlin weiter erklärte,  "wir haben in Sachen Werner noch keine Entscheidung getroffen", gibt RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff nicht auf.


"Die Tür ist ja nicht zu. Wir sind bekannt dafür, dass wir gerne kämpfen. Daher werden wir natürlich jetzt noch mal einen Anlauf starten", so Mintzlaff. Der 43-Jährige erklärte dabei, wie der Poker um Werner bislang verlaufen sei: "Wir haben frühzeitig eine Vertragsverlängerung auf den Tisch gelegt, für unsere Verhältnisse ein Top-Angebot. Sein Berater hat uns auch frühzeitig signalisiert, dass er tendenziell eher nicht verlängern möchte."


Werner will zum ​FC Bayern - so viel scheint klar. Die Bayern aber spekulieren offenbar auf einen ablösefreien Transfer im Sommer 2020. Dieses Szenario will man in Leipzig weiter vermeiden. "Wenn er sagt, er will nicht verlängern, wollen wir mit seinem Berater sprechen, wie ein Exit-Szenario aussehen kann", erklärte Mintzlaff die Strategie, sollte RB mit einem neuen Versuch ebenfalls scheitern.

Hoffnungen könnten sich die Leipziger aber machen, sollte der FC Bayern tatsächlich ​mit Leroy Sané einen Transfercoup landen. Dieser würde wohl mindestens 80 Millionen Euro kosten - fraglich ob man dann noch dazu bereit ist, rund 40 Millionen in Werner zu investieren. Möglich scheint aber auch ein Deal mit den Bayern, die Werner gegen eine festgeschriebene Ablöse dann erst 2020 bekommen und der Stürmer noch ein Jahr unter Nagelsmann bei RB spielt.


Leipzig will sich keine teuren Neuzugänge mehr leisten


Auf der anderen Seite plant man in Leipzig keine weiteren großen eigene Transfers. "Wir haben ein paar Transfers im Winter ja schon vorgezogen mit Haidara und Adams sowie Hannes Wolf und Luan Candido für den Sommer verpflichtet. Wenn man das zusammenzählt, steht schon eine Fünf vorne mit vielen Nullen dahinter. Da haben wir gar nicht mehr so viel Geld zur Verfügung", stapelte Mintzlaff tief. 


Mit den Bayern kann man ohnehin nicht mithalten, meinte der RB-Vorstandsboss: "Bayern München ist für uns Lichtjahre entfernt. Von der Finanzkraft dreimal so groß wie unser Verein. Wir können noch viel von Bayern lernen. Wir sind vielleicht bei 35 Prozent Augenhöhe."


Sportlich wird man am Samstagabend im Pokalfinale sehen, wie groß der Abstand in einem Spiel auf dem Rasen ist...