Seit geraumer Zeit ist sich ​Eintracht Frankfurt mit Abwehrspieler Martin Hinteregger über einen Transfer einig, schenkt man den Worten von SGE-Sportvorstand Fredi Bobic Glauben. Doch beim ​FC Augsburg will man den Innenverteidiger nicht so ohne Weiteres abgeben. Die Ablösesumme ist wohl ein Streitpunkt.


Im Winter war Martin Hinteregger nach einem öffentlichen Disput mit dem ehemaligen Augsburger Trainer Manuel Baum nach Frankfurt geflüchtet. Die Eintracht nach dem Abwehrspieler mit Kusshand auf Leihbasis in ihren Reihen auf, in der Bankenstadt selbst hat sich der Österreicher in Rekordzeit einen Kultstatus verdient – ​samt eigenem Fansong.


Es ist daher keine Überraschung, dass die Hessen bestrebt sind, den Verteidiger fest zu verpflichten. Das Vorhaben erweist sich jedoch als schwieriger als gedacht. „Die Gespräche mit Augsburg ziehen sich hin und sind nicht einfach“, so Fredi Bobic auf der vereinseigenen Homepage. „Letztlich ist es eine wirtschaftliche Entscheidung. Wir werden keine dummen Dinge tun“, fügt er noch an.


Es scheint wohl bei der Ablöse zu hängen, denn wie der kicker erklärt, strebt man in der Fuggerstadt einen „zweistelligen Millionenbereich“ an. Die Eintracht scheint aber nicht unbedingt bereit, diese Forderungen um jeden Preis zu erfüllen. „Mit ihm persönlich sind wir sehr weit, gefühlt sind wir durch. Martin und wir sind uns einig, dass er in Frankfurt bleiben möchte. Es gibt jedoch auch eine andere Seite“, so Bobic weiter.


Der Vertrag des 26-Jährigen in Augsburg läuft noch bis 2021, das Portal transfermarkt.de weist den 37-maligen Nationalspieler Österreichs mit einem Marktwert von zehn Millionen Euro aus. Tatsächlich ist die Position der Augsburger damit keinesfalls unverständlich. Denn nur weil der Spieler in der Fuggerstadt in Ungnade gefallen ist, muss man ihn nicht gleich verschenken. Und Vertrag ist nun mal Vertrag, auch wenn das im Fußballgeschäft wenig heißt. Doch auch hier haben sich eben beide Seiten dazu entschieden – der FCA ebenso wie Hinteregger. Der Poker dürfte also noch einige Zeit weitergehen.

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