Quo vadis, Shkodran Mustafi? Seit drei Spielzeiten verteidigt der 20-fache Nationalspieler beim FC Arsenal - seit knapp drei Jahren gibt es Spekulationen um einen Abschied. So auch in diesem Sommer. Für Mustafi selbst sind die Gerüchte ein Rätsel.


​Seit 2016 trägt Weltmeister Shkodran Mustafi das Trikot des ​FC Arsenal. Der 27-jährige Verteidiger wechselte für stolze 41 Millionen Euro aus Valencia zu den Gunners. In 115 Pflichtspielen war er seither für die Kanoniere im Einsatz - am kommenden Mittwoch soll im Europa-League-Endspiel gegen Stadtrivale Chelsea Nummer 116 hinzukommen.


​In die Herzen der Arsenal-Anhänger konnte sich Mustafi aber nicht spielen. Seine nun knapp drei Jahre in London sind geprägt von Zweifeln - häufig selbstverschuldet durch etliche Unzulänglichkeiten in Mustafis Spiel. Dennoch gehört er auch unter Trainer Unai Emery zum (erweiterten) Stammpersonal in der Dreierkette der Gunners: 40 Saisoneinsätze sprechen eine deutliche Sprache.


An den Abschiedsspekulationen ändert das aber nichts. Arsenal wäre wohl auch bereit Mustafi gegen eine ordentliche Ablöse ziehen zu lassen. Bei einem Vertrag bis 2021 und einem Marktwert von 30 Millionen Euro sollte es für den Geschmack der Arsenal-Verantwortlichen aber wohl ungefähr die Summe sein, die man im August 2018 für ihn auf den Tisch legte. Fraglich allerdings, ob ein Klub dazu bereit wäre.


"Weiß nicht, woher das kommt"


Mustafi selbst hegt dagegen offenbar keinerlei Abschiedsgedanken, auch wenn er sich eine Hintertür offen lässt. "Ich weiß nicht, woher diese Meldungen immer kommen. Es ist schon komisch: Ich bin jetzt seit fast drei Jahren hier, und schon nach einem halben Jahr wurde spekuliert, dass ich bald wieder wechseln würde. Ich bin Spieler des FC Arsenal, habe noch einen Vertrag bis 2021, und sonst gibt es keine Neuigkeiten. Sollte es die geben, werde ich sie verkünden und mich nicht davonschleichen", zitiert ihn der kicker.


Dort äußerte er sich auch zum Thema Nationalmannschaft und der Ausbootung seiner Verteidigerkollegen Mats Hummels und Jerome Boateng: "Dass die beiden nicht mehr dabei sind, ändert auch nichts für mich. Ich war immer gern dabei und wäre es auch in Zukunft wieder", so Mustafi. Der wartet seit Oktober 2017 auf seinen 21. Einsatz im DFB-Dress. Jogi Löw scheint nicht mehr auf den 27-Jährigen zu setzen - und so befindet sich Mustafi nicht nur bei den Gunners auf dem absteigenden Ast...