​Dank einer insgesamt sehr guten Rückrunde und eines tollen Endspurts erreichte Bayer 04 Leverkusen am letzten Spieltag noch den vierten Platz und damit die ​Champions League. Somit erreichte man doch noch das Saisonziel und wurde den eigenen Ansprüchen gerecht. Trotz des Abgangs von Julian Brandt schaut man bei den Rheinländern optimistisch in die Zukunft. Wir werfen allerdings erstmal einen Blick zurück und verteilen die Awards für ​Bayer 04.


Spieler der Saison - Kai Havertz

FBL-GER-BUNDESLIGA-LEVERKUSEN-LEIPZIG

Für das 19-jährige Supertalent fehlen der Fußballwelt langsam die Worte, die die Klasse des Spielers beschreiben könnten. Der Mittelfeldspieler von Bayer 04 brillierte in der vergangenen Saison. 34 Spiele, 17 Tore, vier Vorlagen und 388 gelaufene Kilometer sind absolute Spitzenklasse. Der Wert von Havertz für die Mannschaft ist enorm, der Nationalspieler machte in dieser Saison sehr häufig das wichtige 1:0 für die Werkself. Kein Wunder, dass Havertz für diesen Sommer als unverkäuflich erklärt wurde.


Verlierer der Saison - Die Bank unter Bosz

Aleksandar Dragovic

Peter Bosz brachte zur Winterpause den Erfolg wieder zu der Werkself. Der Niederländer änderte das Spielsystem und vertraute einer sicheren Stammelf. Zum Leidwesen vieler Spieler. Dragovic (Foto), Jedvaj, Kohr, Paulinho oder Schreck heißen die Spieler, deren Einsatzzeiten in der Rückrunde extrem beschränkt waren und die sich häufig auf der Bank wiederfanden. Auch während des Spiels wurden sie selten eingesetzt, Trainer Bosz schöpfte selten sein Wechselkontigent aus. Nur Alario sticht bei den Bankdrückern hervor. Der Argentinier nutzte die Verletzungssorgen beim Klub und erspielte sich gegen Ende der Saison Einsatzzeiten und schoss Bayer nach Europa.


Überraschung der Saison - Das Spielsystem

FBL-GER-BUNDESLIGA-BERLIN-LEVERKUSEN

Man hatte sich in Leverkusen schon fast dran gewöhnt, dass die Mannschaft auf dem Platz irgendwie uninspiriert auftrat, wenig Spielwitz zeigte und unter den Erwartungen spielte. Nach dem Trainerwechsel aber überraschte Bayer 04. Auf einmal spielte man richtigen Fußball, trat geschlossen auf, hielt den Ball in den eigenen Reihen und überzeugte mit gelungenem Offensivdrang. Leverkusen zeigte in der Rückrunde wieder einen Charakter auf dem Spielfeld, eine wahre Art, Fußball zu spielen. Man fand wieder den Spaß am Spiel zurück am Mittelrhein.


Der Stimmungskiller der Saison - Julian Brandt

Julian Brandt

Julian Brandt hatte mit sieben Toren und 15 Vorlagen einen enormen Anteil an dem guten Verlauf der Bayer-Saison. Der 23-Jährige etablierte sich endgültig in der Liga und der Nationalmannschaft. Doch in Zukunft wird man ihn nicht mehr unter dem Bayerkreuz spielen sehen - Julian Brandt läuft zukünftig im schwarz-gelben Trikot von Borussia Dortmund auf. Von den Fans verabschiedet werden konnte er nicht mehr, eine hohe Ablöse für den Spieler bekommt man nicht. Brandt hinterläßt eine große Lücke in Leverkusen. Der Abgang schmerzt.


Das Spiel der Saison - 3:1-Erfolg gegen den FC Bayern

Lucas Alario

Knapp vor dem 6:1 gegen Frankfurt setzt sich der Heimsieg der Werkself gegen den großen FC Bayern München durch. In diesem Spiel zeigte Bayer 04 ihr wahres Gesicht auf dem Feld und bewies nach einem zwischenzeitlichen Rückstand Moral. Nach diesem Spiel wussten alle: Bayer 04 Leverkusen ist zurück im Geschäft!


Das Anti-Spiel gegen Saison - 1:1 gegen FK Krasnodar

Kevin Volland,Julian Brandt,Kai Havertz,Paulinho,Sven Bender and Lukas Hradecky

Mit großen Erwartungen wollten die Bayer-Profis in der Europa League für Furore sorgen. Den russischen Klub FK Krasnodar sahen viele dabei nur als Zwischenstation an. Am Ende schied man nach zwei mageren Unentschieden aufgrund der Auswärtstorregel und absolut schlechten Leistungen aus. Das 1:1-Rückspiel zuhause warf die Werkself wieder zurück, man zeigte sich mal wieder unbeständig und blamierte sich international.


Pechvogel der Saison - Paulinho

Paulinho

Der Brasilianer wechselte mit großen Erwartungen im vergangenen Sommer nach Leverkusen. 34 Spieltage später stehen nur 15 Einsätze zu Buche - allesamt als Einwechselspieler. Dem 18-Jährigen war der Durchbruch bisher verwehrt und litt in der Rückrunde an dem Spielsystem unter Trainer Bosz. Der junge Stürmer besitzt viel Potenzial und brauchte einiges an Eingewöhnungszeit in Deutschland. Man kann nur hoffen, dass er in der kommenden Saison zu mehr Einsatzzeiten kommt und den Spaß am Fußball in Leverkusen nicht verliert.