​Marko Grujic war in der abgelaufenen Saison vom FC Liverpool an ​Hertha BSC ausgeliehen. Der zentrale Mittelfeldspieler hinterließ dabei einen prima Eindruck und weckte angeblich gleich bei mehreren Ligakonkurrenten Interesse. Neben ​Eintracht Frankfurt soll so etwa auch der ​SV Werder Bremen die Fühler ausgestreckt haben.


Gleich zu Beginn sollte man dabei aber betonen, dass das Gerücht um ein Interesse des Nordklubs - Stand jetzt - noch auf recht wackligen Beinen steht. Aufgeheizt wurde die Gerüchteküche rund um den 23-jährigen Serben nämlich vom (zugegebenermaßen zumeist gut unterrichteten) Werder-Forum worum.org. Demnach habe sich Grujic gegen einen Wechsel zur Eintracht entschieden und wolle sich vielmehr den Bremern anschließen.

Marko Grujic

Marko Grujic konnte vielerorts Begehrlichkeiten wecken



Problem nur, dass am Ende nicht der Spieler selbst entscheiden darf, für welchen Klub er in Zukunft auflaufen wird. Die Entscheidungsgewalt liegt vielmehr eindeutig bei seinem Stammverein ​FC Liverpool und damit in den Händen von Reds-Coach Jürgen Klopp. Auch dem ehemaligen BVB-Trainer dürfte die positive Entwicklung seines Schützlings keineswegs entgangen sein, ob er für den Mittelfeldakteur im prallen Kader des Champions-League-Finalisten jedoch Verwendung findet, ist zweifelhaft.


Eine erneute Leihe könnte somit erneut eine gangbare Möglichkeit sein. Für die Eintracht spräche dabei im Gegensatz zu Werder, dass die Hessen im kommenden Jahr international vertreten sein werden. Grujic selbst könnte sich dem Vernehmen nach aber auch einen Verbleib beim Hauptstadtklub vorstellen, die Berliner können jedoch ebenfalls keinen internationalen Wettbewerb vorweisen.


Wie aus dem Umfeld der Reds zu vernehmen ist, sollen die Berliner von allen drei Kandidaten die schlechtesten Karten haben. So zeigen sich die Verantwortlichen des englischen Spitzenklubs angeblich wenig überzeugt davon, dass Grujic unter dem neuen Hertha-Coach Ante Covic optimal gefördert würde. Werder-Coach ​Florian Kohfeldt hingegen konnte zuletzt bereits unter anderem bei den Eggestein-Brüdern sein Fingerspitzengefühl im Umgang mit aussichtsreichen Talenten unter Beweis stellen. 

Florian Kohfeldt

Florian Kohfeldt ist in der Lage, seine Spieler kontinuierlich besser zu machen



Sinnvoll wäre eine Verpflichtung des Rechtsfußes aus Sicht der Werderaner allemal. Nach dem Abgang von Max Kruse benötigt die Mannschaft unbedingt neue kreative Impulse. Zudem machte Kohfeldt unlängst Andeutungen, dass er sich in Zukunft verschiedene Modelle in der Mittelfeldkonstellation vorstellen könnte. Dabei stellte der 36-jährige Fußballlehrer auch eine Doppelsechs in Aussicht. In eben jener Rolle wusste Grujic in der abgelaufen Spielzeit zu überzeugen.


Dem Vernehmen nach wären aber auch die Bremer nur zu einer zweijährigen Leihe des bis zum Sommer 2023 vertraglich an Liverpool gebundenen Spielers bereit. Der spanische Spitzenklub ​Atletico Madrid hingegen wäre angeblich bereit, eine feste Verpflichtung des serbischen Nationalspielers zu stemmen. Traut Klopp seinem Spieler auch auf Sicht keinen Durchbruch auf der Insel zu, würde ein Transfer zu den Rojiblancos mit Sicherheit mehr Sinn machen.