Arjen Robben

FC Bayern: Personalplanungen, Trainer-Frage & Teamchemie - das Update vor dem Pokalfinale

Beim FC Bayern München fiebert man dem DFB-Pokal-Finale entgegen. Am Samstagabend will der deutsche Rekordmeister gegen RB Leipzig das Double perfekt machen. Im Vorfeld der Partie stehen allerdings auch andere Themen im Fokus. Die neuesten Entwicklungen gibt es hier zusammengefasst. 

3. Trainer-Frage

Nach dem Gewinn der Meisterschaft sitzt Cheftrainer Niko Kovac wieder etwas fester im Sattel. Die Verantwortlichen vermieden dennoch ein klares Bekenntnis zum 47-jährigen Übungsleiter. 


Laut Sport Bild-Informationen soll Präsident Uli Hoeneß dem gebürtigen Berliner persönlich mitgeteilt haben, dass er auch in der kommenden Saison auf der Trainerbank sitzen wird. Die Entscheidung darüber trifft jedoch der Vorstand mit dem Vorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge. 

2. Teamchemie

Einem Bericht der Sportzeitschrift zufolge hat sich die Mannschaft am vergangenen Mittwoch ohne Trainer-Team auf die beiden Partien gegen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig eingeschworen. Demnach ergriffen Robert Lewandowski, Franck Ribéry, Rafinha und Thiago das Wort und appellierten an den Teamgeist. Beim 5:1-Erfolg gegen Frankfurt war durchaus zu sehen, dass die Mannschaft in der entscheidenden Phase der Saison noch einmal enger zusammengerückt ist. 


Robben forderte Startelfeinsatz


Arjen Robben ist am vergangenen Donnerstag angeblich im Büro von Rummenigge erschienen und hat beim Vorstandsvorsitzenden einen Startelfplatz gegen Eintracht Frankfurt eingefordert. Der 63-Jährige betonte allerdings, dass Kovac diese Entscheidung treffen müsse. Der FCB-Coach gab Serge Gnabry den Vorzug, für den Robben nach gut einer Stunde eingewechselt wurde. Mit seinem Tor in der 78. Spielminute sorgte der 35-jährige Niederländer für einen versöhnlichen Abschluss. 

1. Personalplanungen

Knapp 120 Millionen Euro hat der FC Bayern bereits in Neuzugänge (Lucas Hernandez, Benjamin Pavard & Jann-Fiete Arp) investiert. Präsident und Aufsichtsratschef Hoeneß ließ vor wenigen Tagen verlauten, dass Sportdirektor Hasan Salihamidzic für weitere Transfers noch maximal 80 Millionen Euro zur Verfügung stehen. "Uli Hoeneß ist der Aufsichtsratsvorsitzende, der Aufsichtsrat muss unsere Transfer-Investitionen bewilligen. Daran halten wir uns natürlich", wird Salihamidzic von der Sport Bild zitiert. "Über mögliche Kandidaten wurde bisher nicht konkret gesprochen, aber wir werden versuchen, noch etwas zu machen."


Die Bayern halten weiterhin nach einem neuen Flügelspieler Ausschau. Eine Verpflichtung von Leroy Sané (Manchester City) dürfte mit Blick auf das Transferlimit kaum zu realisieren sein. Chelsea-Eigengewächs Callum Hudson-Odoi stellt die deutlich günstigere Alternative dar. Nach der schweren Verletzung (Achillessehnenriss) des englischen Nationalspielers müssen die Verantwortlichen allerdings genau abwägen, ob es nicht besser wäre, sich nach einer Alternative umzusehen. Timo Werner (RB Leipzig) wird seit geraumer Zeit mit dem deutschen Rekordmeister in Verbindung gebracht. Der Nationalspieler ist eigentlich im Angriffszentrum zu Hause, kann jedoch auch auf den Flügeln auflaufen. 


Verhandlungen sollen allerdings erst nach dem DFB-Pokal-Finale geführt werden. RB-Cheftrainer Ralf Rangnick hat jedoch Zweifel daran, dass Werner im Sommer zum deutschen Rekordmeister wechseln. "Wenn sich die Bayern bei Timo absolut sicher wären, hätten sie sich schon bei uns mit einer Anfrage gemeldet", erklärte der 60-Jährige. "Er bekommt im Sommer die Freigabe, wenn ein Verein bereit ist, eine marktübliche Ablösesumme zu bezahlen." Werner dürfte am Samstagabend besonders im Fokus stehen. Angst, dass der 23-Jährige dadurch gehemmt ist oder überdreht, hat Rangnick allerdings nicht. "Die sehe ich nicht", gab der Übungseiter zu Protokoll. 


Laut der Sportzeitschrift soll auch ein neuer defensiver Mittelfeldspieler verpflichtet werden. Bei James Rodriguez, für den der FC Bayern eine Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro besitzt, stehen die Zeichen offenbar auf Abschied.