Max Kruse

Vorschläge für die Kruse-Nachfolge: 5 mögliche Kandidaten

Max Kruse hinterlässt bei Werder Bremen eine wahrhaftig ernstzunehmende Lücke. Die Rückkehr von Niclas Füllkrug steht bereits fest, aber nur im Verbund wird der Abgang des Ex-Nationalspielers Kruse aufgefangen werden können. Wer sind die möglichen Nachfolge-Kandidaten?

1. Michael Gregoritsch (FC Augsburg)

Vor Spielen gegen Augsburg hob Bremens Trainer Florian Kohfeldt die Stärken von Michael Gregoritsch mehrmals hervor und bezeichnete ihn als "einen Topstürmer der Liga, der unberechenbar ist". Gregoritsch sei ebenfalls stark darin, gefährliche Zwischenräume zu besetzen und in den Strafraum nachzustoßen, sagte Kohfeldt. Nach Informationen von Mein Werder soll es nicht beim Lob aus der Ferne bleiben, denn Werder ist am Österreicher interessiert. 


Wie Kruse agiert Gregoritsch auch als eine Art hängende Spitze. Mit seinen 1,93 Metern ist er etwas kopfballstärker als Kruse, auch wenn ihm im Vergleich zum 31-Jährigen die Qualität abgeht. Mit erst 25 Jahren könnte Gregoritsch aber womöglich noch den nächsten Entwicklungsschritt gehen. In der abgelaufenen Saison erzielte der Ex-Hamburger sechs Tore, wobei er in der Saison davor mit 13 Treffern sehr effizient war. Gregoritsch hat in Augsburg noch einen Vertrag bis 2022. 

2. Maximilian Philipp (Borussia Dortmund)

Die Saison 2018/2019 war keine einfache für Maximilian Philipp. Gerade einmal zwei Tore und drei Vorlagen konnte er in den Pflichtspielen insgesamt verzeichnen. Dabei lief es im Vorjahr deutlich besser: In seiner ersten Saison für die Westfalen erzielte Philipp in 28 Pflichtspielen neun Tore und bereitete fünf weitere vor. Im August 2018 hatte Sportdirektor Michael Zorc Philipp 15 bis 18 Saisontore zugetraut. "Ich glaube, ich kann das schaffen", sagte auch Philipp selbst damals. Diese Erwartungen konnte er jedoch nicht erfüllen. 


Angeblich gibt es Kontakt zum VfB Stuttgart, der nach Verstärkungen für die Offensive Ausschau hält. Komplett abgeben will der BVB den ehemaligen Freiburger allerdings nicht, vielmehr sei laut kicker eine Leihe im Gespräch. Auch für Werder Bremen könnte Philipp, dessen Stärken in seiner Vielseitigkeit und Flexibilität liegen, interessant sein. 

3. Luca Waldschmidt (SC Freiburg)

Auch wenn Luca Waldschmidt nur in der Hälfte der Spiele in der Stammelf stand, lässt sich für den 23-Jährigen ein positives Saisonfazit ziehen. Neun Tore und vier Vorlagen können sich definitiv sehen lassen, vor allem mit dem Wissen, dass es nach seinem HSV-Abgang im Sommer 2018 seine erste Saison für die Breisgauer war. 


Waldschmidt ist sehr spielstark, hat einen guten ersten Kontakt und weiß auch kämpferisch zu überzeugen. Zuletzt gab es Gerüchte, wonach Borussia Mönchengladbach, Hoffenheim und RB Leipzig Waldschmidt beobachten. Auch zum Spielstil von Werder Bremen würde Waldschmidt perfekt passen. 

4. Robert Glatzel (1. FC Heidenheim)

Bundesweite Aufmerksamkeit wurde Robert Glatzel zu Teil, als er am 3. April drei Tore im DFB-Pokalspiel gegen Bayern München erzielte. Auch in der 2. Bundesliga war der Stürmer des 1. FC Heidenheim kaum zu stoppen: 13 Tore hatte er am 34. Spieltag zu Buche stehen. Mit seinen Leistungen hat der körperlich robuste Angreifer mehrere Bundesligisten aufhorchen lassen. Offenbar hat der VfB Stuttgart Interesse, nach Bild-Informationen ist Glatzel auch in den Bremer Fokus geraten. 

5. Janni Serra (Holstein Kiel)

"Ich messe mich nicht in Toren", sagte Janni Serra im November gegenüber den Kieler Nachrichten. Vielmehr messe er sich "in Siegen". Und davon konnte seine Mannschaft in der abgelaufenen Saison immerhin 13 Stück feiern. Holstein Kiel  landete auf Platz sechs, wobei Serra mit zehn Toren und fünf Vorlagen einen großen Anteil daran hatte. In der deutschen U21-Nationalmannschaft ist der 21-Jährige schon eine feste Größe. Der HSV, Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf werden als Interessenten gehandelt.