Mit dem Abstieg gehen bei ​Hannover 96 auch eine ganze Menge Talente verloren. Die Argumentation dabei mutet abenteuerlich an, denn auf Rosen ist der Klub nach den erneuten Gang in die Zweitklassigkeit keinesfalls gebettet. So aber verliert der Verein eine komplette Generation.


Meist ist ein Abstieg immer mit einem Neuanfang verbunden, denn viele Spieler verlassen einen Verein, weil entweder Verträge nicht mehr gelten, der Verein das Geld braucht und die Spieler verkaufen muss, oder die Akteure selbst keine Lust auf das unterklassige Abenteuer haben. Im Falle von Hannover 96 dürfte hier alles zusammenkommen. Anstatt aber viel auf den eigenen Nachwuchs zu setzen und so Geld zu sparen, berichtet der Sportbuzzer nun, dass gleich zehn Nachwuchsspieler den Klub verlassen werden.


Namentlich wären dies Tim Dierßen, Maurice Hehne, Kevin Wolf, Lars Ritzka, Gianluca Zentler, Moritz Riegel, Jonas Morison, Maurice Springfeld, Tom Baller, und Yousef Emghames. Sie gehören zur „goldenen Generation“, die mit der U19 im Jahr 2016 den DFB-Pokal gewannen. Sie alle sollen nicht mehr gut genug für Hannover sein.

Nachwuchschef Michael Tarnat erklärt die Abgänge folgendermaßen: „Wir müssen gemeinsam mit dem Verein abwägen: Macht es Sinn die Spieler zu behalten? Haben sie eine Perspektive nach oben zu den Profis? Ich bin der Meinung, wenn sie zwei Jahre bei uns im Seniorenbereich gespielt haben, müssen sie etwas anderes machen. Entweder bei uns in der ersten Mannschaft oder woanders ihr Glück versuchen, um in den bezahlten Fußball zu kommen.“


Viele der Spieler, heißt es weiter, haben bereits bei den Profis trainiert und teilweise sogar Bundesligaluft schnuppern dürfen. Nun aber sollen sie alle verkauft werden. Interessenten soll es für den einen oder anderen Akteur geben. Zudem muss Christoph Dabrowski, Trainer der zweiten Mannschaft von Hannover, wahrscheinlich noch weitere Abgänge verkraften. Einige Akteure sollen vielleicht noch in die erste Mannschaft hochgezogen werden, andere haben das Interesse der Konkurrenz auf sich gezogen. Vielleicht muss sich Dabrowski darum aber auch bald keine Sorgen mehr machen, ​er ist im Gespräch als Nachfolger für Thomas Doll.